THEATERBREMEN

Theater am Goetheplatz

Candide

von Voltaire
Musik von Leonard Bernstein
Buch adaptiert nach Voltaire von Hugh Wheeler
In einer Neufassung von John Caird
Songtexte von Richard Wilbur
Weitere Songtexte von Stephen Sondheim, John Latouche, Lillian Hellman, Dorothy Parker und Leonard Bernstein
Aufgeführt am Royal National Theatre, 13. April 1999
In englischer Sprache

„Hoffnung ist eben nicht Optimismus. Es ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat. Ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht.“ (Václav Havel) — In der besten aller möglichen Welten zu leben, klingt nicht schlecht. Was aber, wenn die beste aller möglichen Welten keine gute ist, sondern lediglich die beste der möglichen? Leonard Bernstein komponierte auf Voltaires Optimismus-Satire eine zwischen Operette und Musical changierende Katastrophenweltreise. Doppelbödige Bösartigkeiten und musikalische Parodien kennzeichnen Candides Suche nach der geliebten Cunégonde. Aus vermeintlich paradiesischen Zuständen vertrieben, treffen die beiden nach Jahren der Trennung wieder aufeinander, um festzustellen, dass sie sich eigentlich schon am Anfang nicht richtig verstanden haben. Und so ziehen sie sich in ein Landhaus zurück, um ihren Garten zu bestellen. Resignation als Utopie? „Träum zu, kleiner Träumer. Das kann zumindest nicht schaden, im Gegensatz zu den meisten anderen Tätigkeiten heutzutage“, schreibt Peter Handke. Und Paul Watzlawick antwortet: „Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.“ Glitter and be gay!

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