THEATERBREMEN

Theater am Goetheplatz

Parsifal

Ein Bühnenweihfestspiel in drei Aufzügen
von Richard Wagner
Text vom Komponisten
15 Uhr Einführung

„Wer sich im Kreis bewegt, kommt darin um.“ (Hellmuth Karasek) — Die Krönung eines der wohl einflussreichsten Œuvres des Musiktheaters ist keine Oper, kein Musikdrama, sondern: ein Bühnenweihfestspiel. Eine – schon krude oder noch bemerkenswerte – Mischung aus christlichem Erlösungsmythos, fernöstlicher Philosophie, ästhetisiert-politischem Weltentwurf und pointiert frauenfeindlicher Entsagungsideologie. Eine hochkomplexe Überwältigungsmusik mit hypnotischer Sogwirkung, der man sich nicht entziehen kann. Geheimnisvolles und Frivoles stehen in heiligem Ernst nebeneinander, die Vorwegnahme der Relativitätstheorie paart sich mit Privatmythen. Kunstreligion in ihrer Vollendung – vielleicht ist das der Schlüssel? „Durch das Ritual wird man involviert in einen Wiederholungsprozess, der die Lebenszeit eines Menschen überschreitet, der früher beginnt und später endet. Indem wir dieses Ritual durchführen, bestehen wir auf diesem Ritual, aber das Bestehen auf einem Ritual bedeutet nicht, dass wir dazu eine Meinung haben“, schreibt der Medientheoretiker Boris Groys. Marco Štorman, der die letzte Saison mit „Peter Grimes" eröffnet hat, begibt sich mit Markus Poschner auf die Suche nach dem Heiligen Gral.

Dauer: ca. 5 Stunden, 40-minütige Pause (mit erweiterter Bewirtung) nach dem 1. Aufzug, 30-minütige Pause (mit erweiterter Bewirtung) nach dem 2. Aufzug

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Parsifal

Pressestimmen

„Großartig der Chor: Die Herren maschieren von den Seiten ein, der Damenchor singt aus dem Foyer, der Knabenchor vom Rang. Ein überwältigendes Klangerlebnis ist die Folge.“
Wolfgang Denker, Orpheus, Januar 2017

„Markus Poschner und die Bremer Philharmoniker zaubern einen begeisternden ,Parsifal’ der in temporelationen und Dynamik absolut stimmig ist.“
Wolfgang Denker, Orpheus, Januar 2017

„Dabei kommt das enorm differenzierte Spiel, zu dem der in seiner letzten Bremer Spielzeit amtierende GMD Markus Poschner die Bremer Philharmoniker (und später auch den von Barbara Kler hervorragend einstudierten Chor) anleitet, außerordentlich vorteilhaft zur Geltung. Und es ist bewunderungswürdig, wie sich die Sänger auf die wechselnden Abstände des auf einem Wagen vor- und zurückfahrenden Orchesters einstellen und ihre Dynamik entsprechend kalibrieren.“
Detlef Brandenburg, Die deutsche Bühne online, 13.09.2016

„Patrick Zielke ist ein junger, ein strotzend vitaler Gurnemanz von enormer Durchschlagskraft und guter musikalischer Gestaltung, er differenziert dynamisch klug, artikuliert geradezu vorbildlich.“
Detlef Brandenburg, Die deutsche Bühne online, 13.09.2016

„Endlich. Zum ersten Mal seit fast 40 Jahren hat sich das Theater Bremen an Richard Wagners Spätwerk „Parsifal“ getraut. Und gewonnen.“
Markus Wilks, Weser Kurier, 13.09.2016

„[…]dem Team um Regisseur Marco Štorman (Regie), Raimund Orfeo Voigt (Bühne), Sarah Schwartz und Anna Rudolph (Kostüme) gelang im umfangreichen ersten Akt ein kleines Wunder: Richard Wagners komplexes Werk rund um Erlösung klang und wirkte in diesem Rahmen ungewöhnlich gut.“
Markus Wilks, Weser Kurier, 13.09.2016

„Die klangliche Wucht der großartig spielenden Bremer Philharmoniker und des im Piano überaus kultiviert singenden Herrenchores rechtfertigen in jeder Sekunde die räumliche Lösung und das Fehlen eines klassischen Bühnenbildes.“
Markus Wilks, Weser Kurier, 13.09.2016

„Herausragend vor allem Nadine Lehner als Kundry […]“
Bernhard Doppler, Deutschlandradio – Kultur, 13.09.2016

„Und egal, wie man zu Wagner steht: Es ist ein hoch spannendes und tief ergreifendes musikalisches
Erlebnis.“
Christine Gorny, Radio Bremen, 13.09.2016

„Das ist wohltuend kritisch und lässt der tatsächlich überwältigenden Musik ihren Raum und ihre Schönheit. Und die wird von Markus Poschner und den Bremer Philharmonikern genial mit biegsamen Tempi entfaltet: schlank, durchsichtig, voller Pianissimo-Töne, wie immer mittelstimmenbetont und in überragender Weise sängerbetont.“
Ute Schalz-Laurenze, Kreiszeitung/nmz, 13.09.2016

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