THEATERBREMEN

Kleines Haus / Premiere / ausverkauft (eventuell Restkarten an der Abendkasse)

Scherbenpark

nach dem Roman von Alina Bronsky
im Anschluss Premierenfeier

Sascha ist jung, klug und wütend. Sie lebt in einer nahezu auschließlich von russischen Migrant*innen bewohnten Hochhaussiedlung. Und sie hat einen Plan. Sie möchte ihren Stiefvater töten. Der sitzt im Gefängnis. Denn er hat Saschas Mutter im Streit erstochen. Als ein sentimentaler Artikel über den reuigen Mann im Knast erscheint sucht Sascha den Chefredakteur auf. Eine Anziehung entsteht. Sascha taucht in die „andere“ Welt ein, die gar nicht so heil ist, wie sie scheint. Mit dem Sohn des Redakteurs keimt eine zarte Zuneigung, mit dem Vater entsteht Freundschaft, vielleicht sogar Liebe. Doch die Wut bleibt.... Alina Bronsky erzählt die großartige Geschichte einer jungen, mit ihrer Herkunft, ihrer Lebensgeschichte, ihrem Talent ringenden Frau. Ein Ensemble aus deutschen und russischen Spieler*innen vom Bremer Theater 11 und vom Theater Bremen verkörpert den Roman als Zusammenspiel der Kulturen, als Suche nach Träumen und Zugehörigkeit.

Dauer: ca 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause

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Pressestimmen

„[...] dieser Theaterabend war ganz große klasse! [...] wirklich sensationell gute Schauspielerinnen und Schauspieler [...] Es ist alles sehr echt, sehr glaubhaft. Und es ist insgesamt eine sehr visuelle Inszenierung. Es ist ein Stück, bei dem es sich lohnt, über jeden Satz nachzudenken. [...] Hier ist eine wirklich tolle Inszenierung entstanden [...] wirklich ganz großes Theater im Kleinen Haus! Und das Publikum hat es bei der Premiere gebührend bestätigt – es gab viele Lacher, Szenenapplaus und nicht enden wollenden Beifall am Schluss [...] Ich hätte mir das gerne auch noch ein paar Stunden länger angeschaut." (Marcus Behrens, Radio Bremen)

„Unzweifelhaftes Zentrum dieses rasanten, turbulent choreografierten und mit präzise umgesetzten Slapstick-Momenten gespickten Abends ist allerdings Anna Klimovitskaya als Sascha. Die Studentin von der Hamburger Hochschule für Musik und Theater vereint schlicht hinreißend Rotzigkeit und Fragilität, Witz, Trauer und Wut. Am Premierenabend bekam sie dafür eine verdiente Extraportion Jubel.“ (Rolf Stein, Kreiszeitung, 29.08.2017)

„[…] Sascha (agil, ja ideal besetzt: Anna Klimovitskaya, deutsch-russische Absolventin der Theaterakademie Hamburg) […]. Es verwundert nicht, dass diese Hochleistungsheranwachsende innerhalb von 105 kurzweiligen Bühnenminuten […] mit ihrer toten Mutter (von hippiesker Vitalität: Kira Petrov) Zwiesprache hält, einen Zeitungsredakteur (galant und gut: Guido Gallmann) und dessen verpeiltem Sohn (täppisch und urkomisch: Justus Ritter) den Kopf verdreht – und sich zudem rhetorische Scharmützel mit ihrer Gang liefert. […] Regisseur Ralf Siebelt […] flößt dem Szenenreigen viel anarchischen Witz und noch mehr Körperspannung ein. Im Rahmen eines beeindruckend artifiziellen Bühnenbildes (Iris Holstein) […] kann sich vor allem die Scherbenpark-Gang austoben.“ (Hendrik Werner, Weser-Kurier, 29.08.2017)

„In hohem Tempo wird ein quietschfideler Reigen von Regieideen im lässig improvisatorischen Duktus von emphatischen Darstellern dargeboten. […] [Anna Klimovitskaya] interpretiert die Rollenzuschreibung „kratzbürstig“ so facettenreich, dass ihre zur Schau gestellte Lässigkeit und das Schutzschild Arroganz transparent werden für die Wunden und Schrunden ihrer Seele sowie die Kraftanstrengungen, der Trostlosigkeit unerschrocken zu trotzen. Beindruckend.“ (Jens Fischer, Deutsche Bühne online, 28.08.2017)

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