THEATERBREMEN

Kleines Haus

Blick der Tosca

Ein Projekt von Anna-Sophie Mahler
mit Musik von Giacomo Puccini

Meist geht es in der Oper um Mord und um Verrat, um Liebesschmerz und Königsdramen, es gibt nur wenige Opern, die sich mit dem normalen Leben beschäftigen. ­„Tosca“ von Giacomo Puccini ist ganz sicher keine davon, im Gegenteil, „Tosca“ hat alle Bestandteile einer höchstdramatischen und außergewöhnlichen Geschichte.
Wer aber sagt eigentlich, dass im alltäglichen Leben, das Tag und Nacht auf der ganzen Welt seinen Gang nimmt, nicht mindestens genauso viel Drama und Dramatik steckt, wie auf der Opernbühne? Die Biographien von drei hochbetagten Bremer BürgerInnen bilden das Zentrum dieses Abends, an dem drei SchauspielerInnen, ein Opernsänger und ein Musiker gemeinsam auf der Bühne stehen. Die erzählten Lebensgeschichten weisen deutliche Parallelen zu den Figuren der Oper „Tosca“ auf, nur sind sie auf den ersten Blick nicht ganz so außergewöhnlich. Da dem ersten Blick aber meist ein zweiter folgt, zeigt sich schnell, dass die scheinbare Normalität alles andere als normal ist.

Dauer: ca. 1 Stunde 40 Minuten, keine Pause

Termine / Karten

Besetzung

Fotos

Pressestimmen

„Die Bühne im Kleinen Haus beschwört mit ihrem Sand bedeckten Boden ein szenischen Niemandsland, ein Reich zwischen Leben und Tod, in dem nur die Erinnerungen noch etwas zählen. (…)Auch wenn der Bezug dieser drei Lebensrückblicke zu Puccinis Oper etwas konstruiert wirkt, wurde so doch ein Rahmen geschaffen, der stimmungsvolle, sehr emotionale oder melancholische Momente erzeugen kann und zu einem sinnvollen Ganzen verbindet. Ein Theaterabend, der langsam beginnt, sich aber in gut hundert Minuten verdichtet.“
Wolfgang Denker, Weser Kurier, 6. Mai 2014

„Auch wenn die Handlung des Abends lose der Opernhandlung folgt, ist Mahlers Stück doch weit eher dokumentarisches Theater zum Thema Erinnerung, eine behutsame Annäherung an das Erinnern, dessen Übergänge ins Vergessen. Behutsam nähern sich Bakker, Svetchine und Fasching ihren Figuren an, denunzieren sie nicht, auch wenn gelegentlich ein hauchzarter, liebevoller Spott durchschimmert.“
Andreas Schnell, Delmenhorster Kreisblatt, 6. Mai 2014

„Es gibt in diesem eher stillen Stück ergreifende Momente. (…) Immer wieder wird durch die Diskrepanz des Alters der jungen Schauspieler und den Inhalten ihrer Berichte eine starke und eigenartige Spannung erreicht. (…) So ist ein außergewöhnlicher experimenteller Abend entstanden, an dem zu bewundern ist, was er wagt.“
Ute Schalz-Laurenze, Kreiszeitung, 6. Mai 2014