THEATERBREMEN

Moks

Don Quichotte

Ein Liederabend nach Jules Massenet und
Miguel de Cervantes Saavedra

Ein Klavier, ein Notenständer – ein Liederabend. Der Sänger betritt die Bühne. Nostalgie liegt in der Luft. Auf dem Programm stehen an diesem Abend eindringliche Momente aus Jules Massenets Don Quichotte – die Geschichte eines Mannes, der sich in seiner nostalgischen Liebe zu alten Ritterromanen verliert und zu den absurdesten Abenteuern aufbricht. „Nostalgie gedeiht auf dem Boden des Wandels“, konstatiert der Autor Daniel Rettig in seinem Buch Die guten alten Zeiten. Gerade während großer gesellschaftlicher Veränderungen und einer damit verbundenen individuellen Instabilität neige man ganz besonders dazu, in einer sehnsuchtsvollen und häufig idealisierten Vergangenheit zu schwelgen. „Ich will doch nur, dass etwas bleibt“, spricht der Sänger des Liederabends und formuliert damit das Prinzip seines Lebens: Nostalgie nicht nur als emotionaler Kraftspender, sondern als ein rückgewandtes Streben, um sich der schnelllebigen und Flexibilität fordernden Moderne zu verweigern. Braucht man einen Anker, um weitergehen zu können? Oder ist auch das ein Kampf gegen Windmühlen?

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