THEATERBREMEN

Kleines Haus

Identitäten dehnen

von Gintersdorfer/Klaßen

In den vergangenen beiden Spielzeiten waren Gintersdorfer/Klaßen, deren Theaterarbeiten dem Publikum oft andere Sichtweisen abverlangen, Artists in Residence am Theater Bremen. Identitäten dehnen nun ist ein Gastspiel ihres jüngst in Hamburg zur Uraufführung gekommenen Stücks. „Identitäten dehnen“ ist zunächst ein philosophisches Konzept des französischen Marxisten Alain Badiou, der inspiriert von den aktuellen Migrationsbewegungen in Richtung Europa einen neuen Kommunismus beschreibt: Die „Dehnung“ der individuellen Identität ins Unendliche, wobei der persönliche Egoismus zwar beibehalten werden, die damit meist zusammenhängende Gier aber aufhören soll. Diese These wird von Gintersdorfer/Klaßens deutsch-ivorischem Darsteller-Team auf der Bühne performativ diskutiert und zugespitzt. Aktuelle europäische Philosophie-Konzepte zum Thema Migration werden dabei auf den Prüfstand gestellt. Darüber hinaus werden an dem Abend wie bei Jelineks Die Schutzbefohlenen (Premiere im November) provokante Thesen zu den aktuellen Debatten über Flüchtlinge formuliert und deren Instrumentalisierung durch westliche Kulturinstitutionen aufgegriffen.

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