THEATERBREMEN

Theater Bremen

Mahagonny-Festival

25. – 30. Juni, 24/7

Beim Mahagonny-Festival geht es um Zukunft und um Spekulation. Über die Zukunft gibt es wenig Wissen, das weder fiktional noch mathematisch ist. Mit den Mitteln von Theater, Theorie und Kunst geht es bei diesem Festival um die Erforschung der Zukunft, die natürlich divers, hybrid, sperrig, unzusammenhängend, fremd sein wird, die aber, wer weiß, nichtsdestoweniger stabil genug sein könnte, um eines Tages vielleicht da zu sein. Von dem einladenden Angebot, eine ganze Woche lang rund um die Uhr im Theater zu leben, und dem Aufruf, in einem Bürgerchor gemeinsam mit dem Musiktheater-Ensemble auf der Bühne zu stehen, bis zu den beiden genre- und kategoriensprengenden Abenden des Filmregisseurs Christopher Roth beinhaltet diese Woche größtmögliche Widersprüche. Diese gilt es dabei nicht aufzulösen, sondern zu gestalten.
Im Zentrum des Mahagonny-Festivals steht eine einmalige spekulative Weltausstellung, die der Regisseur Christopher Roth mit zahlreichen Freunden zusammengestellt hat: Mahagonny ist überall und Chefsessel schon ab 59 Neuro, mit den Schauspielerinnen Katja Riemann und Julia Hummer, dem Architekten Prof. Arno Brandlhuber, dem Bürgermeister a. D. Henning Scherf, dem Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Rudolf Hickel, dem Ex-Mannequin und der heutigen Performerin Vera Lehndorff, dem Journalisten Georg Diez, dem Juristen Prof. Dr. Bengt Beutler, den Bremer Philharmonikern u.v.a.: am 26. und 28. Juni jeweils um 19 Uhr geht es um Oper, Theorie und Gewinnspiel, der Besucher bewegt sich durch mobile Zonen und über Grenzen hinweg, er kommt an Orte, die utopisch sind oder dystopisch, theoretisch und/oder zauberhaft, Geld ist das zentrale Handlungsmotiv und mit der neuen Währung Neuro wird er zum Finanzjongleur.
Drei Mal spielen wir außerdem die aufsehenerregende Mahagonny-Inszenierung von Benedikt von Peter und eine ganze Woche lang ist das Theater rund um die Uhr geöffnet: Konzerte von Terranova bis PeterLicht, Bienen auf dem Dach und Disco auf der großen Bühne, ein Expertenbasar über die Welt von morgen mit 50 Bremerinnen und Bremern, die in 4-Augen-Gesprächen Auskunft über die Welt von morgen geben, Haifische im Zuschauerraum und Windmaschinen im Kulissenkeller. Und damit es nicht zu Ende geht mit der Theorie und dem Feiern und dem Gespräch und der Spekulation wird der Ballettsaal für die Festival-Woche zum Schlafsaal umfunktioniert (Anmeldung unter mahagonny@theaterbremen.de).
Die Zeit der Spekulationen ist eröffnet.


Dienstag, 25. Juni 2013

17:45 Uhr: Eröffnung des Mahagonny-Festivals Begrüßung: Carmen Emigholz und Michael Börgerding, Vortrag von Dr. Manfred Osten. Treffpunkt Kassenhalle, Eintritt frei! Anmeldung: mahagonny@theaterbremen.de
19:30 Uhr: Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny von Weill / Brecht // Mayr / von Peter im Theater am Goetheplatz
ab 23:00 Uhr: Giesche trifft: Mein angstfreier Raum im Theater am Goetheplatz. Anmeldung: mahagonny@theaterbremen.de

Mittwoch 26. Juni 2013

15 Uhr: Talk Thorsten Jantschek mit Prof. Arno Brandlhuber und Knut Klaßen im Theater am Goetheplatz (Foyer)
16:45 Uhr: Brecht es auf, Weill Wahrheit darin ist im Kulissenkeller, Treffpunkt Kassenhalle.
19 Uhr: Mahagonny ist überall und Chefsessel schon ab 59 Neuro Ein spekulativer Weltausstellungsparcours von Christopher Roth und Freunden im Theater am Goetheplatz.
22:15 Uhr: Giesche trifft: Nadine Geyersbach Treffpunkt Kassenhalle.
23 Uhr: Couper Decaler Eléctronique Konzert im Theater am Goetheplatz.

Donnerstag, 27. Juni 2013

13 Uhr: Walk Treffpunkt Kassenhalle. Eintritt frei!
16 Uhr: Talk mit Dr. Manfred Osten und Dr. Rudolf Hickel im Theater am Goetheplatz (Foyer)
16:45 Uhr: Brecht es auf, Weill Wahrheit darin ist im Kulissenkeller. Treffpunkt Kassenhalle.
19:30 Uhr: Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny von Weill / Brecht // Mayr / von Peter im Theater am Goetheplatz.
22:15 Uhr: Giesche trifft: Lisa Guth Treffpunkt Kassenhalle.
23 Uhr: Terranova Konzert im Theater am Goetheplatz.

Freitag, 28. Juni 2013

16:45 Uhr: Brecht es auf, Weill Wahrheit darin ist im Kulissenkeller, Treffpunkt Kassenhalle.
17 Uhr: Talk Thorsten Jantschek mit Georg Diez und Dr. Armen Avanessian im Theater am Goetheplatz (Foyer)
19 Uhr: Mahagonny ist überall und Chefsessel schon ab 59 Neuro Ein spekulativer Weltausstellungsparcours von Christopher Roth und Freunden im Theater am Goetheplatz.
22:30 Uhr: Überraschungskonzert im Theater am Goetheplatz.

Samstag, 29. Juni 2013

14:45 Uhr: Studentenprojekte Treffpunkt Kassenhalle
16:45 Uhr: Brecht es auf, Weill Wahrheit darin ist im Kulissenkeller. Treffpunkt Kassenhalle. Eintritt: 5 €
16:45 Uhr: Trainingscamp für das posthumane Zeitalter Treffpunkt Kassenhalle. Eintritt frei!
17:45 Uhr: Giesche trifft: die Bienen Treffpunkt Kassenhalle.
19:30 Uhr: Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny von Weill / Brecht // Mayr / von Peter im Theater am Goetheplatz.
22:30 Uhr: PeterLicht Konzert im Theater am Goetheplatz.
24 Uhr: Statt Theater Disco – Saisonfinale mit mickey & marzeki im Theater am Goetheplatz.

Sonntag, 30. Juni 2013

14 Uhr: Expertenbasar Bremen Expertengespräche über Zukunftsfragen im Theater am Goetheplatz. Einlass bis 17 Uhr.
19 Uhr: Giesche trifft: Michael Börgerding Picknick bitte selbst mitbringen. Treffpunkt Goetheplatz. Eintritt frei!

Termine / Karten

Besetzung

  • Von und mit Christopher Roth
  • und Benedikt von Peter
  • sowie Arno Brandlhuber (Architekt, Berlin), Prof. Dr. Bengt Beutler (Professor für Philosophie, Bremen), Prof. Dr. Jörn Bullerdiek (Humangenetiker, Bremen), Daniel Cremer (Regisseur, Berlin), Georg Diez (Journalist und Autor, Der Spiegel), Gintersdorfer/Klaßen (Künstler, Berlin/Bremen), Alexander Giesche (Regisseur, Amsterdam/Bremen), Amitesh Grover (Künstler, Delhi), Das Helmi (Puppentheatercombo, Berlin), Prof. Dr. Rudolf Hickel (Ökonom, Bremen), Julia Hummer (Schauspielerin und Musikerin, Hamburg), Prof. Dr. Antonia Kesel (Bionikerin, Bremen), Kürstner/Vogel (Musiker, Berlin), Vera von Lehndorff (Künstlerin, Berlin), PeterLicht (Musiker, Köln), Sarah Michels (Architektin, München), Dr. Manfred Osten (Kulturhistoriker, Bonn), Tamer Özgönenc (Musiker, Berlin), Chris Petit (Autor, UK), Martin Rauhaus (Autor, Berlin), Stefan Rettich (Architekt, Leipzig/Bremen), Roter Pfeffer (Agitprop-Gruppe, Bremen), Henning Scherf (Bremen), Rudi Schmücker (Musiker, Bremen), Hanna Schwarz (Sängerin, Hamburg), Michael Stöppler (Philosoph, Frankfurt), Terranova (Musiker, Berlin), Anne Tismer (Performancekünstlerin, Berlin), Geandre Tomazini (Künstler, São Paulo), Theater-Studenten (Hamburg und Frankfurt), Hans Unstern (Musiker, Berlin), Prof. Dr. Reto Weiler (Neurobiologe, Bremen), der Chor und die Ensembles des Theater Bremen, die Bremer Philharmoniker
  • Dramaturgie Benjamin von Blomberg, Katinka Deecke
  • Mitarbeit Christina Hoenicke, Astrid Mitterlehner, Elena Ortega, Sylvia Roth, Marianne Seidler, Franziska Waldemar

Fotos

Diskurs

Mahagonny-Festival – INTERVIEW
Ute Schalz-Laurenze (foyer) im Gespräch mit Katinka Deecke (Theater Bremen), dem Regissuer Christopher Roth und dem Philosophen Michael Stöppler

Die MacherInnen des sechstägigen Festivals Mahagonny-Festivals, das vom 25. bis 30. Juni die Spielzeit des Theater Bremen beenden wird, wissen einerseits schon alles, andererseits noch gar nichts. Der Ehrgeiz des Theater Bremen, Neues zu erfinden und auch in die Tat umzusetzen, scheint keine Grenzen zu kennen. Eine knappe Woche lang soll es nun um Bertolt Brechts und Kurt Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ gehen, besser gesagt um die Inhalte und Probleme, die sich mit diesem 1930 geschriebenen Werk auftun: Es soll Antworten geben auf das Was wird sein? und um die Dynamik gehen, in der das Geld die Welt regiert. Muss jeder sich selbst der Nächste sein, um nicht unterzugehen? Der Regisseur Benedikt von Peter hat für „Mahagonny“ das gesamte Theater umgebaut und damit das Theater zur Stadt Mahagonny erklärt. Zum Gespräch mit foyer fanden sich ein die Co-Kuratorin des Festivals Katinka Deecke, die als Dramaturgin am Theater Bremen engagiert ist, der Berliner Regisseur Christopher Roth, den das Theater mit der Gestaltung von zwei Abenden betraut hat, sowie der Philosoph Michael Stöppler aus Frankfurt/Main, der an dem theoretischen Überbau des Festivals mitarbeitet.

foyer: Frau Deecke, was hat die Konzeption des Festivals zu tun mit der Regiekonzeption von Benedikt von Peter?

Katinka Deecke: Sehr viel, sie geht regelrecht davon aus. Die Idee ist, den Bogen zu schließen, den wir zu Beginn der Spielzeit mit der Inszenierung von Benedikt von Peter geöffnet haben. Das Theater wird metaphorisch zur Stadt Mahagonny erklärt, wenn man es noch größer ziehen will, kann man sagen, dass wir die ganze Stadt sechs Tage zu einer Mahagonny-Version machen möchten. Es geht uns dabei vor allem darum, Antworten zu geben auf Fragen, die Brecht und Weill an unsere Gegenwart stellen. Das hat natürlich etwas sehr Großspuriges, gleichzeitig ist das Antwortgeben eine legitime künstlerische Geste. Am Ende der „Mahagonny“-Inszenierung werden weiße Plakate in den Zuschauerraum mit der Aufforderung an die Besucher gereicht, ihre eigene Vision, ihren eigenen Science Fiction dort zu notieren. Dieses weiße Blatt Papier könnte man als Überschrift des Festivals verstehen. Wir wollen Zukunft denken und über die Zukunft spekulieren, wichtiger Impulsgeber war für uns dabei die philosophische Schule der Spekulativen Realisten, wie sie von Quentin Meillassoux vertreten wird.

foyer: Wer ist denn „wir“?

Deecke: Neben der Dramaturgie des Theater Bremen sind es vor allem der Regisseur Christopher Roth sowie der Philosoph Michael Stöppler die zentral an dem Festival mitarbeiten. Außerdem haben wir eine große Anzahl von Gästen eingeladen, von Schauspielern wie Katja Riemann und Julia Hummer über Musiker, zum Beispiel Terranova und Peter Licht, bis hin zu Autoren und Wissenschaftlern wie Manfred Osten und Moritz von Uslar.

foyer: In der Ankündigung ist von unzähligen Genres die Rede. Es wird geredet, gedeutet, gelesen, gespielt. Essen, Schlafen, Trinken ist auch dabei. Was meint das genau?

Deecke: Das Theater wird während dieser sechs Tage rund um die Uhr geöffnet sein. Im Ballettsaal sind Feldbetten zum Übernachten aufgestellt, es gibt etwas zu essen, man kann duschen, eigentlich kann man hier für die Tage richtig einziehen. Tagsüber gibt es öffentliche Proben, man kann mit den Künstlern sprechen und ihnen beim Arbeiten zuschauen, es wird auch kleine Installationen geben, die man wie in einer Ausstellung betrachten kann, Studenten der Theaterakademien Hamburg und Frankfurt werden hier arbeiten, ein Bienenschwarm ist zu besuchen, man kann an einem Trainingscamp teilnehmen, um sich auf das Zeitalter vorzubereiten, wenn der Mensch verschwunden ist, am Ende gibt es einen großen Expertenbasar, bei dem 60 Bremerinnen und Bremer in 25minütigen Einzelgesprächen über die Zukunftsvisionen ihrer Disziplin sprechen, und und und...

foyer: Christopher Roth wird zwei Tage gestalten. Herr Roth, warum haben Sie zur Anfrage für diese Projekt ja gesagt?

Roth: Ich sag eigentlich immer erst mal Ja, weil ich Angst habe, etwas zu verpassen. Wenn dann Probleme und Beschränkungen auftauchen, versuche ich, sie in einen Vorteil umzumünzen. Brecht finde ich heute einen Nachteil. Zu behaupten, die Krise 1929 sei die Krise 2012 ist zu simpel. Mahagonny ist eben genau nicht Griechenland, andere Wirklichkeiten brauchen andere Spekulationen. Und da wir viele sind und nicht die eine Geschichte erzählen wollen, haben wir nach einem System gesucht, das ohne uns existieren kann und uns zudem noch überrascht. Das System heißt: Geld und Grenzen. Der Besucher bewegt sich durch Zonen und über Grenzen hinweg, zu utopischen Orten, dystopischen und theoretischen Welten, manchmal sind sie auch einfach nur zauberhaft. Aber sie haben ihren Preis. Auf einem Ticker kann man sehen, was die Performance von Vera von Lehndorff gerade kostet, oder die Geburtstagsfeier von Peter Sloterdijk. Spekulation wird zum zentralen Handlungsmotiv. Im Casino oder bei Hütchenspielern gibt es Geld zu gewinnen. Mahagonny selbst ist nur noch eine ferne Erinnerung, die immer wieder hochschwappt.

foyer: Was sind das für „Spekulative Welten“?

Roth: Pensionopolis und Lummerland zum Beispiel, Mozartbique, die Städte der Roten Nacht, die DDR und die Republik der französischen Klischees sind einige davon. In einer Orakel-Stube werden Prophezeiungen angeboten und es gibt einen Ort, in den man zwar umsonst reinkommt, aber eben nicht mehr hinaus.

Michael Stöppler: Wir haben viel über den Status einer Fiktion nachgedacht und über die Rolle, die Fiktion in unserem Alltag, auch in der Wirtschaft spielt. Jede Aktie ist ja eine Spekulation auf die Zukunft, gewissermaßen also eine Fiktion. Wir sind mit diesem Festival auf der Suche nach dem Schnitt zwischen Fiktion und Verantwortung. Wenn wir auf dem Festival Geld bezahlen für Leistung, erfahren wir, wo Grenzen verlaufen und welche Dynamiken da im Spiel sind.

foyer: Auf welche aktuellen Philosophien oder Gesellschaftstheorien berufen Sie sich denn?

Stöppler: Neben dem schon erwähnten Meillassoux kann man zum Beispiel Paul Krugmann nennen mit seiner preisgekrönte Volkswirtschaftslehre, die den freien Markt vertritt, dem Staat dabei aber erlaubt, Fehlentwicklungen zu verhindern. Oder Daniel Kahnemann, der unser Wissen über das Zusammenspiel von Risiko und Rationalität extrem erweitert hat. Das theoretische Denken über Ökonomie hat sich in den letzten zehn Jahren ja komplett verändert und dringt nun bis in die Bestsellerlisten vor.

foyer: Geht es auch um eine Kapitalismuskritik?

Stöppler: Nein. So formuliert wäre das viel zu simpel. Natürlich wird aber jeder Versuch über die Zukunft auch um Kapitalismus kreisen.

Roth: Wir haben keinen Masterplan. Es geht uns eher um die Herausarbeitung eines Mechanismus’ und eines Systems, das funktionieren könnte. Wir suchen dabei selbst noch, aber diese Suche lässt sich auch nicht abschließen. Da kann man noch so viele Antworten geben.

foyer: Kann /soll die Achse Theorie/Praxis während des Festivals geschlossen werden oder ist das eher alternativ zu verstehen?

Deecke: Wir arbeiten natürlich an der Verschränkung von Theorie und Praxis, nicht nur bei diesem Festival, sondern schon die ganze Spielzeit über, das ist uns ein wichtiges Anliegen. Wobei es nicht so sehr um das Labeling von Interdisziplinarität und Genreüberschreitung geht, sondern eher um eine alltägliche künstlerische Praxis, die mehr ein Werkzeug ist als ein Zielpunkt oder Endzweck. Ob es dabei um den Dialog und die Kollaboration zwischen Theorie und Praxis geht oder um die Begegnung der verschiedenen Kunstformen, angefangen bei den bildenden Künsten bis hin zu den Sparten Musiktheater, Schauspiel und Tanz – das Interesse an der Begegnung der Gebiete zieht sich durch unsere gesamte Arbeit.

foyer: Es kennzeichnet ja die Mahagonny-Aufführung von Benedikt von Peter, dass das Publikum ein Teil von ihr ist. Gibt es im Festival Veranstaltungen, deren „Erfolg“ vom Publikum abhängt?

Deecke: Ja klar, ganz besonders sogar. Wir verstehen das Theater und auch diese Festivalwoche als einen öffentlichen Ort, der ein Forum für Austausch und Diskussion bietet. Das Theater lebt davon, dass die Menschen sich hier gerne aufhalten, ins Gespräch kommen, über die Aufführungen reden, aber auch weit darüber hinaus miteinander in einen Dialog treten. Und auch und besonders während des Festivals haben wir den Anspruch, einen lebendigen sozialen und künstlerischen Ort zu schaffen.

foyer: Das ganze Festival kostet viel Geld. Wie ist die Finanzierung sicher gestellt?

Deecke: Als Hauptförderer konnten wir die Nordmetallstiftung gewinnen sowie die Stiftung der Metallindustrie im Nordwesten, die ein großes inhaltliches Interesse an dem Festival haben und an den Themen mit denen wir uns beschäftigen. Ohne diese finanzielle Unterstützung und die inhaltliche Rückendeckung wäre das Festival auf keinen Fall zustande gekommen.

Förderer