THEATERBREMEN

Theater am Goetheplatz

Peter Grimes

Oper in drei Akten und einem Prolog
von Benjamin Britten
Text von Montagu Slater nach George Crabbe

„Ich war unfähig für mich selbst zu leben, und für wen sonst hätte ich leben sollen? Die Menschheit interessierte mich nicht, sie widerte mich sogar an. Es hätte einer Frau bedurft, das war die klassische, die bewährte Lösung …“ (­Michel Houellebecq) — Peter Grimes ist mit Sicherheit einer der mysteriösesten und ambivalentesten Protagonisten der Opernliteratur. In Brittens erster Oper, 1945 uraufgeführt, bleibt vieles unbeantwortet. Das Werk verrät uns nicht, inwiefern Grimes für den Tod von zwei Fischerjungen verantwortlich, ob er tatsächlich gewalttätig ist, und warum er in seiner Stadt am Meer eine solche Sonderstellung einnimmt. Wovon uns das Stück aber sehr wohl eine Ahnung vermittelt, ist die abgrundtiefe Einsamkeit, Verhärtung und Verlorenheit von Grimes, dem es nicht gelingt, in der Gesellschaft zu funktionieren und der an seiner Umgebung zerbricht. Doch welche Träume, welche Ängste und Traumata verbergen sich hinter seiner Destruktivität? Welche Stimmungs- und Seelenzustände? Marco Štorman, der erstmals in Bremen inszeniert, wirft einen Blick hinter die Fassaden und in die Innenwelten seiner Hauptfigur.

Dauer: ca. 3 Stunden 25 Minuten, zwei Pausen

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Besetzung

Fotos

Pressestimmen

„Auch dem Publikum wird ganz anders, wenn sich der an diesem Abend fulminant aufgelegte Chor ins dröhnende Wüten steigert und gegen den Außenseiter in seiner Mitte loslegt“
Mareike Bannasch, Kreiszeitung, 5. Oktober 2015

„Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Markus Poschner toben die Streicher als tosender Wellenkamm über die stürmische See, immer wieder durchbrochen von der krachenden Brandung aus dem Blechregister. Das Meer der Bremer Philharmoniker ist eine zerstörerische Naturgewalt. Und doch sind es gerade diese fein dosierten Momente völliger Stille, die nachhaltig wirken.“
Mareike Bannasch, Kreiszeitung, 5. Oktober 2015

„Gastsänger Will Hartmann zeichnet in der Titelrolle mit beeindruckender stimmlicher Gestaltungskraft die psychologische Entwicklung von Grimes nach, während Patricia Andress mit herausragendem Gespür für die Zerbrechlichkeit der Ellen Orford besticht.“
Andreas Schnell, Nordwest Zeitung, 5. Oktober 2015

„Einen besseren Spielzeiteinstand kann man sich kaum vorstellen.“
Ute Schalz-Laurenze, Nmz online, 5.Oktober 2015

„[Will Hartmann ist] die perfekte Besetzung für die Bremer Inszenierung“
Markus Wilks, Weser Kurier, 5. Oktober 2015

„Während Grimes im Original vor allem brutal ist, wird er bei Britten vielschichtiger gezeigt. Storman bietet uns einen Gegenentwurf, indem er den Fokus auf die mitfühlenden, leidenden Seiten Peters lenkt. Dank der Bremer Philharmoniker, die keine Noten, sondern Theatermusik zum Bühnengeschehen liefern, und des famos spielenden Will Hartmann in der Titelpartie besitzt dieses Konzept eine ganz große Überzeugungskraft, obwohl es nicht Britten ist, den wir kennen.“
Markus Wilks, Weser Kurier, 5. Oktober 2015

„Markus Poschner gehört sicherlich zu den Dirigenten in Deutschland, die Partituren am stärksten zuspitzen und die Emotionen in einem Werk besonders stark herausarbeiten können. Die Bremer Philharmoniker folgten ihm in der Premiere auf höchstem Niveau. […] Ähnlich bestechend auch die Präsenz des Opernchores (Einstudierung: Daniel Mayr), der sich mit einer ungewöhnlichen Textbehandlung und schonungslosem Einsatz effektvoll präsentierte.“
Markus Wilks, Weser Kurier, 5. Oktober 2015

„Einstimmiger Jubel für alle Beteiligten“
Markus Wilks, Weser Kurier, 5. Oktober 2015

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