THEATERBREMEN

Brauhauskeller

Schädel X

Eine postkoloniale Lecture Performance

In Kellern deutscher Universitäten und Museen lagern tausende Schädel aus den ehemaligen Kolonien. Manche wurden von den Leichen hingerichteter „Aufständischer“ abgetrennt und als Trophäe nach Deutschland verschickt. Dort betrieben Wissenschaftler*innen „Rassenforschung“ an ihnen. Heute mehren sich Forderungen nach Restitution dieser Schädel an die Nachfahren. Ein Schädel bildet das Zentrum der Lecture Performance. Zwei biografische Geschichten kreisen um ihn. Sie führen von Tansania und Deutschland über Archive, Konsulate, Schlachtfelder und Labore. Eine (post-) koloniale Irrfahrt zwischen Wissenschaft, Politik und Theater. Im Anschluss an die Vorstellung am 19. Januar findet ein Expert*innengespräch zum Umgang mit menschlichen Überresten aus der Kolonialzeit statt. Mit Ohiniko Mawussé Toffa (Universität Bremen), Prof. Dr. Wiebke Ahrndt (Übersee­-Museum Bremen), Virginie Kamche (Afrika-Netzwerk Bremen e.V.) und Konradin Kunze.

Konzept, Recherche, Performance: Konradin Kunze Regie: Sophia Stepf Sound Design: Andi Otto Video: Jürgen Salzmann Interviews mit: Mnyaka Sururu Mboro, Isaria Anael Meli, Upendo Moshi, Gerhard Ziegenfuss u. a.

Eine Flinn Works Produktion in Koproduktion mit Sophiensæle. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, den Fonds Darstellende Künste e.V., das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und das Kulturamt der Stadt Kassel. Das Gastspiel und das Expertengespräch wird gefördert durch die Heinrich Böll-Stiftung Bremen.

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