THEATERBREMEN

Kleines Haus

We disappear

Von und mit Nadia Fistarol, Alexander Giesche, Mirko Hecktor und Tarun Kade

„Man muss sich beeilen, wenn man etwas sehen will. Alles verschwindet.“ Paul Cezanne - Was passiert, wenn Dinge ihre Funktion verlieren? Wenn wir sie anders gebrauchen? Wenn gar nicht mehr klar getrennt ist, zwischen Ding und Mensch, zwischen Körpern und Antikörpern. Ist das traurig oder wunderschön? Liegt nicht in jedem Verschwinden die Möglichkeit eines neuen Anfangs? Artist in Residence Alexander Giesche, Choreograph und Musiker Mirko Hecktor, die Bühnenbildnerin Nadia Fistarol und der Dramaturg Tarun Kade haben sich auf die Suche gemacht nach dem immer neuen Beginn in jedem Verschwinden. Im eigenen und dem der anderen. Dabei sind sie dem Immunsystem begegnet, vielen Tischtennisbällen und geheimnisvollen Bildern. Immer sinnlos, nie hoffnungslos. Mit einem Lächeln im Gesicht. Nach der erfolgreichen Premiere beim SPIELART-Festival in München üben sie das Verschwinden nun in Bremen. „Langweilig? Keineswegs. Leer und nichtig? Durchaus, wie das echte Leben halt auch. Nihilismus ist sowieso nur brauchbar, wenn er so fröhlich und aufgeblasen daher kommt wie hier.“ Nachtkritik.de

Eine Produktion von Alexander Giesche in Koproduktion mit Theater Bremen, Spielart Festival München und Mousonturm Frankfurt.

Dauer: ca. 75 Minuten

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Pressestimmen

„Langweilig? Keineswegs. Leer und nichtig? Durchaus, wie das echte Leben halt auch. Nihilismus ist sowieso nur brauchbar, wenn er so fröhlich und aufgeblasen daher kommt wie hier.“
Willibald Spatz, Nachtkritik.de, 29. November 2013

„In eine derart vollgummierte Kunstwelt begeben sich nun vier Performer im Kleinen Haus des Bremer Theaters. Nicht, um Theater im tradierten Sinn zu spielen, sondern um sich einem Experiment auszusetzen, das Meditation und Spieltrieb kombiniert: ‚We disappear‘ ist diese unaufgeregte Spielstunde betitelt, die von Alexander Maximilian Giesche mit viel Liebe (…) eingerichtet wurde.“
Sven Garbade, Weser Kurier, 3. Februar 2014

„Vielleicht wäre es prinzipiell sogar möglich, Alexander Maximilian Giesches Performance ‚We disappear‘ als Dramatisierung des zehnten Kapitels von Michel Foucaults ‚Ordnung der Dinge‘ zu sehen. (…) Aber ein so präziser Sinn, eine so eindeutige Referenz würde die Poesie des Abends tilgen, die sich auch aus ihrer Vagheit speist, aus der Vielfalt ihrer Assoziationen.
Durch eine einzige Theorie auf die Bühne zu schauen, wäre insofern ungefähr so schlau, wie im Theater die Sonnenbrille aufzubehalten, die es am Eingang gratis neben Ohrstöpseln gibt: Auf Dauer ginge etwas verloren, etwas von der Farbigkeit der Bilder, vom Licht der Visionen.
Benno Schirrmeister, taz, 3. Februar 2014

„Nihilistisch, wie die Nachtkritik nach der Premiere in München schrieb, ist das durchaus – weil es sich der Sinnhaftigkeit zugunsten einer Zweckfreiheit, zwischen gelassen und ausgelassen pendelnd, verweigert.“
Andreas Schnell, Kreiszeitung, 3. Februar 2014