THEATERBREMEN

Kleines Haus / Premiere / ausverkauft (eventuell Restkarten an der Abendkasse)

Will happiness find me?

von Samir Akika / Unusual Symptoms
im Anschluss Premierenfeier

„Life is beautiful. Really, it is. Full of beauty and illusions. Life is great. Without it, you'd be dead.“ (Harmony Korine) – Das Leben ist ein Mysterium: Man wird geboren, sucht nach seinem Platz in der Welt und dann stirbt man. Den meisten Menschen des 21. Jahrhunderts dürfte bei der Frage nach dem Sinn des Lebens nur mehr ein müdes Schulterzucken einfallen, und doch sind wiederum die meisten von ihnen erstaunlich hartnäckig, wenn es um das Erzeugen einer halbwegs passablen Erzählung vom eigenen Dasein geht. Ganze Industrien kümmern sich darum, das Vakuum der inneren Leere mit immer neuen Utopien und Sinnversprechen zu füllen, doch die Wahrheit ist: Am Ende des Tages basiert das meiste, was uns antreibt, interessiert und glücklich macht, entweder auf Zufall oder genetischer Veranlagung. Die Frage ist also nicht, wie wir daran arbeiten können, unseren Existenzen Sinn zu verleihen, sondern wo wir stehen müssen, damit uns das Glück beim Vorbeiziehen erwischt. Oder?

Mit "Will happiness find me?" begeben sich Samir Akika und die TänzerInnen und Gäste von Unusual Symptoms auf die Suche nach den Sehnsüchten und Trugbildern vom gelungenen Leben. Zwischen Popsongs und Totenliedern, Hollywood und Social Media, Self-Care-Ratgebern und Konsumfetisch, entfalten sie ein Kuriositätenkabinett mit Tanz, Performance und Musik, schütten ihr Herz aus und ergründen das rebellische Potential der schlechten Laune. In der Bühnenecke spielt eine Band und hinter einem großen Haufen Sperrmüll glänzt der Kunstrasen im künstlichen Licht.

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Pressestimmen

„ […] es war ein Ozean an Bildern und Ideen und Gedanken und Ansätzen zum Weiterdenken – und alles passierte parallel und auf mehreren Ebenen auf der Bühne im Kleinen Haus. […] Ich habe bisher nur einen Bruchteil von dem beschrieben, was es in diesem Stück zu sehen gibt – und ich bin mir sicher, dass ich mir das Werk nochmals anschauen muss, um wirklich alles zu sehen, was auf der Bühne – über der Bühne – unter der Bühne – an der Wand – auf Podesten und auch in einem von der Decke hängenden alten Autoreifen passiert… Das Publikum war begeistert und ich bin mir sicher, es hat Samir Akika und das, was er möglich macht, vermisst.“ (Marcus Behrens, Bremen Zwei, 16. März 2019)

„‚Will happiness find me?‘ fragt Samir Akika in seiner neuen bunten Arbeit, die alle nur erdenklichen Umstände des Menschseins, ja die menschliche Natur überhaupt auslotet – und das durchweg sportlich, ja akrobatisch. Man ahnt bei der bewundernden Beobachtung der athletisch unterfütterten Schwerstarbeit der acht agilen Unusual-Symptoms-Mitglieder – […] –, dass man sich im Leben tunlichst nicht darauf verlassen sollte, gefunden zu werden, schon gar nicht vom Glück, diesem unsicheren Kantonisten, sondern schon selbst etwas dafür tun muss – je mehr, desto besser –, um auf der sogenannten Sonnenseite zu stehen.“ (Hendrik Werner, Weser Kurier, 17. März 2019)