Schauspiel
Kleines Haus
All das Schöne
von Duncan Macmillan mit Jonny Donahoe
Regie: Klaus Schumacher
Es spielt: Susanne Schrader
Lohnt sich das Leben um seiner selbst willen? Ja! Es beginnt mit einer Mutter die versucht hat Suizid zu begehen, weil sie nicht weiß wofür es sich zu Leben lohnt. Ihre kleine Tochter erstellt eine Liste, in der sie alles aufzählt wofür es sich zu Leben lohnt: 1. Eiscreme. 5. Sachen mit Streifen. 1008. Zuhause tanzen … Eine Liste von all dem Schönen im Leben, als Antidepressivum für die Mutter. Sie hofft, dass sie sie wirklich liest (und nicht bloß die Rechtschreibfehler korrigiert), dass ihre Depression aufhört und das Leben weitergeht. Das ist der Kern des Stücks von Duncan Macmillan, die Liste wird immer länger, erreicht irgendwann die Million. Als die Tochter selbst erwachsen ist lauert da immer wieder eine seltsame Traurigkeit und droht sich auszubreiten, aber auch die Liste wächst und begleitet sie durch Höhepunkte und Talsohlen des Lebens. „All das Schöne“ beschreibt all das Schöne das uns täglich umgibt, und findet dabei einen humorvollen Umgang mit dem Thema Depressionen. Ein Abend der Reibung und Wärme erzeugt, der hochpolitisch ist, weil er den Menschen in seinen Schwächen erzählt und zeigt, wie wichtig es ist, aufeinander achtzugeben und daran erinnert, wofür es sich zu Leben lohnt.
- Susanne Schrader
Regie Klaus Schumacher
Ausstattung Gabrielle-Marie Servane Renard
Licht Christian Kemmetmüller
Dramaturgie Marianne Seidler
- Die Produktion thematisiert Depression, Suizid und Verlust auf sprachlicher Ebene.