Schauspiel

Kleines Haus

-- kein Titel --

von Heinrich von Kleist
Regie: Alexander Riemenschneider

„Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.“ (Albert Einstein) — Graf Rupert von Schroffensteins jüngster Sohn wird tot im Wald aufgefunden. Die Umstände scheinen verdächtig, der Schluss zwingend: Es handelt sich um kaltblütigen Mord, aus Habgier verübt durch Ruperts Vetter Sylvester. Seit langem schon sind die Familien der Vetter von Schroffenstein durch einen Erbvertrag entzweit. Stirbt eine der Erblinien aus, geht ihr Besitz automatisch an den anderen Familienzweig über. Graf Rupert ist überzeugt, Sylvester hat seinen Sohn erschlagen, um auf diese Weise in den Besitz des Familienerbes zu gelangen. Am Grab schwört er blutige Rache. Was folgt ist eine Spirale der Gewalt, die zum Tod der eigenen Kinder führt. Kleist beschreibt wortgewaltig das Misslingen einer Verständigung und setzt an dessen Stelle die Logik und Dynamik einer Kriegsrhetorik, die durch Vorurteile und Ängste genährt wird. Die durchaus komischen Elemente der Kleistschen Tragödie, die durch die konsequente Überspitzung der Ereignisse entsteht, erinnern an den Humor der Filme Quentin Tarantinos.

Dauer: 1 Stunde 50 Minuten, keine Pause

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