Schauspiel

Kleines Haus

-- kein Titel --

nach dem Roman von Joachim Lottmann
Regie: Pedro Martins Beja

„I wanna be myself tonight. Wanna move my body, I wanna let it out tonight. Wanna party, wanna dance. Wanna be myself tonight! Hey!“ (Beyoncé Knowles) — Stephan Braum ist dick. Stephan Braum ist so dick, dass sein Leben zum Stillstand gekommen ist. Kaum noch verlässt er die Wohnung, kaum noch wagt er sozialen Kontakt, kaum noch (er)lebt er. Bis er das Kokain entdeckt und sein Leben wieder in Bewegung gerät. Er nimmt ab, geht auf Parties und lebt ein Leben, das ihm vorher unerfüllbare Fantasie gewesen war. Joachim Lottmanns neuer Roman ist keine Erzählung über die Volkskrankheit Übergewicht, auch keiner über Gefahren und Möglichkeiten von Drogen im Allgemeinen. Es ist ein Roman darüber, was es braucht, um geronnene Zustände wieder fließend zu machen. Um Bewegung zu ermöglichen. Um das Leben nicht an sich vorbeiziehen zu sehen, sondern sich hineinzuwerfen, die Welt mitzureißen und von ihr mitgerissen zu werden, zwischen Kontrolle und Kontrollverlust. Um dem Leben das Leben abzuringen. Auch wenn es das Leben kostet.

Dauer: ca. 2 Stunden 15 Minuten, keine Pause