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noon / Foyer Kleines Haus

-- kein Titel --

Thule und Tuvalu, zwei Orte, die trotz riesiger Entfernung und Gegensätzlichkeit durch ein gemeinsames Schicksal eng miteinander verbunden sind: Während im grönländischen Thule das Eis immer mehr zurückgeht und zu Meerwasser wird, steigt in Tuvalu der Meeresspiegel mehr und mehr an. Regisseur Matthias von Gunten erschuf eine filmische Erzählung, die die ZuschauerInnen spüren lässt, wie existenziell die Auswirkungen des Klimawandels an diesen Orten fern der öffentlichen Wahrnehmung bereits sind.

Matthias von Gunten über die Entstehung des Films:
„Ich hatte im Kopf, dass diese beiden extrem abgelegenen Orte sozusagen physisch miteinander verbunden sind, durch Eisschmelze am einen Ort und dem entsprechenden Wasseranstieg am andern. Dieses System von ‹kommunizierenden Röhren› habe ich beinahe plastisch vor mir gesehen und stellte mir, beim Gedanken an die Menschen in Thule und Tuvalu, einen spannenden Mikrokosmos vor, in dem sich globales Geschehen kristallisiert. Das Prinzip der Dreharbeiten war dann: hingehen, schauen, erleben und auf das Vorgefundene reagieren. […] Es brauchte ziemlich viel Fingerspitzengefühl, um mit den Menschen die Dinge spürbar zu machen, denen sie ausgesetzt sind. […] Es geht um einen unglaublichen und in der Geschichte des Menschen einmaligen Wandel: wir verändern durch die Erwärmung den gesamten Planeten und damit auch die Lebensweise von unzähligen Menschen. Mich interessiert das in erster Linie kulturell. Was sagt das über uns und was sind die Folgen? Thule und Tuvalu wird es vermutlich, so wie heute, in absehbarer Zeit nicht mehr geben. Vor allem werden die Menschen ganz anders leben.

Link: barnsteiner-film.org/thuletuva...

Im Rahmen von Klima-Sichten