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#Familienkonzert Musiktheater

Die Musik macht den Zauber

Raus aus dem Federkleid, rein in die magische Welt: Schauspieler Alexander Swoboda steht beim dritten Familienkonzert der Saison als Merlin auf der Bühne. Musiktheaterdramaturgin Frederike Krüger hat ihn getroffen.

Vorab gleich die wichtigste Frage: Wie geht es Moni der Möwe?

Alexander Swoboda: Moni die Möwe ist in die Flatterwochen gegangen. Sie lebt in glücklicher Beziehung unter dem Theaterdach.

Wie waren die ersten Familienkonzerte für dich?

Alexander Swoboda: Die waren toll. Es ging ganz viel ums Improvisieren, ums Spielen und Ausprobieren. Das Orchester musizierte und ich bin als Moni dazwischen gegangen, um beispielsweise Instrumente vorzustellen. Als Moni habe ich gelernt, wie unterschiedlich die Arbeitsweise zwischen Musiktheater und Schauspiel sein kann.

Was sind denn diese Unterschiede?

Alexander Swoboda: Es gibt unterschiedliche Tempi, Blickwinkel und Schwerpunkte. Wolfgang von Borries, mit dem ich einen Großteil der Familienkonzerte entwickelt habe, und ich sind mittlerweile ein total eingespieltes Team, aber das hat einen Moment gedauert. Für ihn liegt der Schwerpunkt der Konzentration auf der Musik, meine Perspektive ist eher das Spiel, der spontane Moment. Meine Spontaneität und Improvisation kollidieren manchmal mit der Musik, dann muss ich mich selbst oder Wolfgang wieder daran erinnern, dass es auch um die Musik geht. Aber so war Moni die Möwe eben, kackfrech, verfressen und effekthascherisch. 

Nun lebt Moni die Möwe aber ein glückliches Leben abseits des Konzertwesens.

Alexander Swoboda: Ja, und das ist auch gut so. So lange wir sie nicht mehr sehen, wissen wir, dass sie glücklich und zufrieden ist und andere Dinge als Theater im Kopf hat.

In welche Rolle schlüpfst du denn nun für das Familienkonzert #3?

Alexander Swoboda: Jetzt bin ich Merlin der Zauberer.

Ist Merlin dein Lieblings-Zauberer?

Alexander Swoboda: Nein. Er ist kein (klassischer) Zauberer. In unserem Falle ist Merlin ein fahrender Handwerker – Merlin, der Monteur auf Montage auf der Suche nach Magie. Zusammen mit Wolfgang von Borries und Caroline Schönau, die das Konzert szenisch einrichtet, haben wir beschlossen, den Mythos ins Heute zu holen.

Was erlebt Merlin bei euch?

Alexander Swoboda: Merlin verliert durch ein kleines Missgeschick die Orientierung und steht vor einer Statue, die plötzlich lebendig wird. Und diese Statue entpuppt sich als König Arthur. Dieser König benimmt sich gar nicht so königlich, sondern eher ein bisschen plump und hilflos, weil er durch die Zeit gereist ist und im Heute erwacht. Wie im Mythos wird Merlin sein Lehrer und bringt ihm bei, wie man sich in der heutigen Zeit verhalten sollte. Aus Arthur und Merlin werden Freunde. Sie fragen sich am Ende, ob sie das alles nur geträumt haben. Aber letztendlich ist das egal, weil es in ihren Träumen wirklich passiert ist.

Welche Rolle kommt der Musik dabei zu?

Alexander Swoboda: Es gibt sehr magische Musik von Barock über Romantik bis ins Heute. Toll finde ich dabei, dass die Musik so viele unterschiedliche Rollen einnimmt, sie ist ebenso Protagonistin wie Wolfgang und ich. Sie vermittelt Gefühle, gleichzeitig ist sie Auslöser für Situationen. Oder eben für Magie. Die Musik macht den Zauber.

In dem Familienkonzert #3 spielen die Bremer Philharmoniker zusammen mit dem Landesjugendorchester Bremen Mitte. Was ist das Besondere daran für dich?

Alexander Swoboda: Musikalisch höre ich keinen Unterschied, aber behalte das besser für dich (lacht). Die Atmosphäre ist aufgeregter, alle sind voller Vorfreude gemeinsam zu spielen. Es ist ein bisschen prickelnder, anders kann ich es gar nicht beschreiben. Eine total stimmungsvolle Atmosphäre. Es ist schön zu beobachten, wie die Profis mit den Jugendlichen zusammenarbeiten, ihnen Dinge zeigen und alle zusammen spielen. Es ist schon sehr besonders, wie aus dem Lehrer-Schüler-Verhältnis ein Miteinander entsteht, wie bei Merlin und Arthus.

Du bist Schauspieler, arbeitest viel mit Texten, nun kommst du mit der Musik zusammen. Was macht das mit dir?

Alexander Swoboda: Im besten Falle öffnet dir die Musik den Brustkorb und man hat das Gefühl, sie trägt einen weg. Das ist das Beste, was passieren kann, finde ich. Dabei ist es auch egal, ob die Musik pompös ist wie bei Prokofjew oder romantisch wie bei Schumann. Solange die Musik ein Gefühl auslöst, ist es für mich gute Musik. Und im Falle der Familienkonzerte ist es einfach grandios, mitten in einem so großen Orchester zu stehen. Es hat immer eine Wahnsinnswucht, wenn so viele Menschen gemeinsam ein Stück spielen – und das überträgt sich hoffentlich auch aufs Publikum.

Das Publikum ist dabei ein anderes, als du es vielleicht sonst gewohnt bist.

Alexander Swoboda: Ich liebe es, vor Kindern zu spielen. Das ist so unmittelbar, es kommt sofort eine Reaktion zurück. Als Akteur weißt du genau, wenn sich die Kinder langweilen, dann wird es unruhig. Aber wenn sie mit offenem Mund und großen Augen dasitzen, wenn sie auf die Vorderkante des Stuhls rücken – dann weißt du auch, dass du etwas richtigmachst. Außerdem spiele ich gerne, im wahrsten Sinne des Wortes. Die Familienkonzerte erlauben mir, verspielt, albern und naiv zu sein. Bestenfalls gehen anschließend alle fröhlich und mit einem guten Gefühl nach Hause. Weil Kinder (und Tiere) immer gewinnen. Zumindest im Theater.

 

 

Veröffentlicht am 12. Juni 2023

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