Hasti Molavian

Sängerin (Gast)
Die iranische Mezzosopranistin, geboren 1988 in Teheran, studierte Gesang bei Prof. Rachel Robins an der Folkwang Universität der Kunste Essen und absolvierte Meisterkurse bei Andreas Homoki, Angelika Kirchschlager, Anja Harteros, David Freeman, Helen Donath und Olaf Bär. Während ihres Studiums erhielt sie das NRW-Stipendium, das Deutschlandstipendium sowie Stipendien der Walter und Charlotte Hamel Stiftung.
Von 2011 bis 2015 war Hasti Molavian Mitglied des Opernstudios der Oper Dortmund. Parallel gastierte sie u. a. am Theater Hagen als „Cenerentola“ (Rossini). Zudem beschäftigt sie sich intensiv mit zeitgenössischer Musik: So sang sie z. B. „Pierrot Lunaire“ von Arnold Schönberg sowie Werke von Luigi Nono, Helmut Lachenmann und Steve Reich und arbeitet regelmäßig als Gast beim E-MEX-Ensemble. Bei der Ruhrtriennale war sie an Samir Odeh-Tamimis „Leila und Madschnun“ (2010, Regie: Willy Decker) und Carl Orffs „Prometheus“(2012, Regie: Lemi Ponifasio) beteiligt (jeweils Musikalische Leitung: Peter Rundel). Außerdem wirkte sie in Helmut Lachenmanns „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ mit (Regie: Robert Wilson, Musikalische Leitung: Emilio Pomàrico). Sie ist Preisträgerin des Internationalen Gesangswettbewerbs Kammeroper Schloss Rheinsberg 2014.
Von 2015 bis 2020 war sie Ensemblemitglied am Theater Bielefeld, wo sie u. a. die Zweite Dame in Mozarts „Zauberflöte“, Hänsel in „Hänsel und Gretel“, Frugola in „Il tabarro“, Arsamene in „Serse“, Wellgunde in „Das Rheingold“, Alcina in Haydns „Orlando Paladino“, Cherubino in „Le nozze di Figaro“, Arcabonne in Bachs „Amadis de Gaule“ und Siébel in „Faust“ sang. Engagements führten sie u. a. an die Berliner Philharmonie, in den Herkulessaal München, in die Tonhalle Düsseldorf, in die Philharmonie Essen, an die Oper Bonn, an das Theater Osnabrück, Theater Hagen, sowie ans Puppentheater Halle. Für ihre Rollen in „Charlotte Salomon“ von Dalbavie in Bielefeldt und in der Dortmunder Inszenierung von „Einstein on the Beach“ von Philip Glass wurde sie in der „Welt am Sonntag“ bei der Kritikerumfrage als „Beste Sängerin“ der Spielzeit 2016/17 in NRW ausgezeichnet. Zudem erhielt sie den Förderpreis des Landes NRW 2017/18 in der Sparte „Theater“. Seit der Spielzeit 2020/21 ist Hasti Molavian Ensemblemitglied am Volkstheater.