Maria Buzhor

Maria Buzhor ist in Odessa geboren und arbeitet als Dramaturgin, Autorin, und Performerin in Berlin. Sie studierte Philosophie in Berlin und Paris und ist Mitglied des Musiktheaterkollektivs HAUEN UND STECHEN. Als Dramaturgin entwickelt sie mit den Regisseurinnen Julia Lwoski und Franziska Kronfoth Stückkonzepte, für die sie Theatertexte und Neuinterpretationen kanonischer Libretti verfasst, u. a. für „Notre Carmen“ (2017) am Théâtre de l'Athénée in Paris, die Turandot-Reihe „Die Todesqualle oder wer flüstert, der lügt“ (2017/18) an den Sophiensælen, „Tristan und Isolde oder Luft! Luft! Mir erstickt das Herz!“ (2019) in Zusammenarbeit mit dem Theater HORA und Richard Strauss’ „Salomé“ am Théâtre de l'Athénée. Bei der Neubearbeitung von Rimski-Korsakows „Kitesh“ übernahm sie die Choreografie. Als Performerin realisiert sie zusammen mit Julia Lwowski ortsspezifische, narrative Performances wie zuletzt „House of Frank“ in Saratow (2019) und „Dive Dark“ im Sommerbad Tropez (2020). 2020 gründeten sie das Ensemble „Trisolde“, das sich zum Ziel gesetzt hat, das Genre inklusives Musiktheater zu etablieren. Fur „Zeig mir deine Wunder“ (2018), eine Bearbeitung der Oper „Snegurotschka“ von Rimski-Korsakow an der Bayerischen Staatsoper, übersetzte sie das Libretto neu. 2020 entwickelte sie mit dem russischen Regisseur Semyon Serzin eine neue Fassung von Otfried Preußlers „Krabat“ für das Theater an der Parkaue. 2021 verfasste sie das Libretto für die Dorfoper „Die Nacht von Allerheiligen“ (Regie: Georg Schütky), die mit dem Volkskulturpreis des Landes Steiermark ausgezeichnet wurde.