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Musiktheater #Familienkonzert

Furientanz für Kinder, bitte!

Sängerin Ulrike Mayer steht beim „Familienkonzert #1: Dreh dich nicht um!“ nicht nur auf der Bühne, sie hat auch Regie geführt. Caroline Scheidegger hat mit ihr über Oper für Kinder, Regie führen und Orpheus gesprochen.

Caroline Scheidegger: Große Oper für kleine Leute, so lautet dein geheimer Untertitel für das „Familienkonzert #1: Dreh dich nicht um!“, einer Kurzfassung von Glucks Oper „Orpheus und Eurydike“ für Kinder ab 6 Jahren. Es war ein großes Anliegen von dir, für Kinder mal eine geschlossene Oper auf die Bühne zu bringen. Warum?

Ulrike Mayer: Landauf, landab wird ja immer beklagt, dass die Oper ein aussterbendes Genre ist und als Opernsängerin will man das natürlich nicht einfach so akzeptieren (lacht). In erster Linie wollte ich das unbedingt machen, weil ich sehr an die Kraft und die Magie des gesungenen Wortes glaube. Operngesang ist schon etwas Spezielles, vielleicht auch Irritierendes, aber lässt man sich darauf ein, kann es umso wunderbarer sein – gerade auch für Kinder. Deshalb wollten wir bei „Dreh dich nicht um!“ auch ganz auf die Musik vertrauen und möglichst ohne das gesprochene Wort auskommen …

… was euch ja auch gelungen ist. Der Handlung kann ich aber trotzdem gut folgen.

Ulrike Mayer: Wir hatten die Idee, die Rolle des Gottes Amor, der bei Gluck auch vorkommt, aber eigentlich von einem Sänger verkörpert wird, einem Tänzer zu geben. Wir haben mit Gabrio Gabrielli einen ganz wunderbaren Tänzer aus dem Tanzensemble dabei, der die Geschichte mit seiner körperlichen Sprache bebildert, aber auch einfach etwas Humor- und Liebevolles mitbringt. An ihn kann ich anknüpfen, mit ihm kann ich lachen, auch wenn die Geschichte teilweise doch sehr traurig ist.

Es geht um den Orpheus-Mythos: Eurydike stirbt und Orpheus folgt seiner Geliebten bis in die Unterwelt, um sie wieder zurück auf die Erde zu holen. Wie seid ihr darauf gekommen, gerade diese Geschichte für Kinder auf die Bühne zu bringen?

Ulrike Mayer: Zum einen, weil in Glucks Oper einfach tolle Musiknummern drin sind. Schon allein die Ouvertüre macht gute Laune. Oder der Furientanz. Zu diesen Orchesternummern können wir super spielen und viele Bühnenverwandlungen und Theaterzauber zeigen. Und dann gibt es die sehr schönen und berührenden Arien und Duette. Die Musik ist sehr abwechslungsreich und kurzweilig, genau wie die Geschichte. Es passiert unglaublich viel: Orpheus muss in die Unterwelt steigen, Prüfungen bestehen, er trifft auf so eindrucksvolle Figuren und Zauberwesen wie die Furien oder den Liebesgott Amor. Und klar: Es geht in der Geschichte um Verlust und Trauer, aber das Tolle ist ja, dass Orpheus mit all seinem Mut und seinen Mitteln für Eurydike kämpft und es am Ende dann auch schafft, sie wiederzubekommen. Das sind schon sehr eindrucksvolle Bilder, hinter denen ja auch ganz menschliche Fragen stehen, die für Kinder vielleicht ein bisschen versteckt sind: Was tun wir Menschen alles, um uns dem Schicksal zu widersetzen und meinen die Götter – oder wer auch immer das ist – es gut mit uns? Ich finde diese Geschichten großartig und sie werden auch immer wichtig bleiben.

Du stehst selbst als Orpheus auf der Bühne, hast aber auch Regie geführt. Wie geht das zusammen?

Ulrike Mayer: Ich war sehr daran beteiligt, die Fassung zu erstellen und die Grundideen zu entwickeln, wie z. B., dass Gabrio als Tänzer dabei sein soll. Aber ab dem Moment, wo ich bei den Proben auch auf der Bühne war, habe ich die Regie an Caroline Schönau abgegeben. Und dann war es so, wie es im besten Fall läuft zwischen eine:r Regisseur:in und eine:r Sängerdarsteller:in: dass man zusammen entwickelt und gemeinsam ausprobiert, wie sich die Geschichte am besten erzählen lässt. Aber alleine Regie zu führen und gleichzeitig auf der Bühne zu stehen, das geht nicht. Es braucht unbedingt jemanden, der alles von außen zusammenfügt und einen spiegelt. Das ist natürlich auch ein bisschen schade, denn ich hätte das ganze Stück schon gerne auch mal von außen gesehen und vielleicht noch die eine oder andere Idee beigesteuert. Aber dafür stehe ich dann schon zu gerne auf der Bühne und erlebe, wie die Musik und der Gesang einen gemeinsamen Raum aufmachen, auf den die Kinder so ganz unmittelbar reagieren. Das gibt mir sehr viel!

 

 

Veröffentlicht am 21. Dezember 2022

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