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#Verbundensein #Premiere Schauspiel

„Ich kann einfach nur zuhören, weiß aber genau, wann ich etwas zu sagen habe.“

Paul Amereller heißt der Schlagzeuger, der den Rhythmus zu Alexander Giesches Visual Poem „Verbundensein“ liefert. Musikjournalist York Schaefer hat ihn während der Proben getroffen.

„Mitgefühl ist, wenn man nicht vergisst, dass jede:r eine eigene Geschichte hat. [ … ] Und daran denkt, Raum zu schaffen, um sich die Geschichten anderer anzuhören, bevor man die eigene erzählt.“ Diese Sätze aus dem Essayband Verbundensein der britischen Rap-Poet:in, Autor:in und Spoken Word-Performer:in Kae Tempest treffen auch auf die Arbeit des Schweizer Schlagzeugers Paul Amereller zu. „Beziehungen und Verbundenheit sind ein prinzipieller Teil meiner musikalischen Arbeit“, sagt der 31-Jährige, der für das von Tempest inspirierte Visual Poem von Alexander Giesche zusammen mit Schauspielerin Nadine Geyersbach spielen wird. 

Probenbesuch im Großen Haus.

Amerellers Schlagzeug ist in der Mitte der Bühne aufgebaut, er improvisiert und fokussiert sich dabei auf rhythmische Sequenzen mit mal helleren, mal dunkleren Klangfarben. Vor sich hat er ein Sample-Pad, das Komponist und Sounddesigner Ludwig Abraham mit den Klängen von Gitarre und Marimba sowie von Bläsern und Streichern programmiert hat.  Amereller skippt sich mit dem Drumstick durch die melodischen Sprengsel und Klangflächen und strukturiert so den losen musikalischen Rhythmus des Abends. Dabei werden Nadine Geyersbach und er immer wieder auf die – um mit Kae Tempest zu sprechen – „Geschichten des anderen“ reagieren. 

Eine offene künstlerische Haltung also, eine Form der Improvisation, wie man sie auch vom Jazz her kennt.

Eine Musik, mit der Paul Amereller schon immer eine enge Verbindung hatte. Schon im zarten Alter von vier Jahren hatte der Sohn französischsprachiger Eltern aus Genf ersten Schlagzeug-Unterricht, 2017 hat er seinen Master in Instrumentalmusik an der Zürcher Hochschule gemacht. In seiner Jugend hat er den jazzig-verstrahlten Hip Hop von Madlib, J Dilla oder MF Doom gehört, aber auch Ambient-Musik und avancierten Indierock à la Radiohead. Er hat Unterricht genommen bei dem famosen Schlagzeug-Neutöner Christian Lillinger, eine Inspiration war auch der 2021 verstorbene US-amerikanische Avantgarde Komponist und Schlagzeuger Milford Graves.

Wobei für Amereller Jazz als Begriff auch eine schwierige, weil zu unklare Bezeichnung ist – er spricht lieber von „experimenteller, improvisierter Musik“. 

In Zürich ist Amereller fest eingebunden in die Arbeit mit seinen beiden Bands District Five und Kush K, zudem spielt er regelmäßig im Gamut Kollektiv. Das Reagieren, das offene Zusammenspiel in der Gruppe, Sensibilität, aber auch Energie hält der Schweizer für seine Stärken. „Ich bringe ein offenes Gefühl mit. Ich kann mich gut rausnehmen und einfach nur zuhören, weiß aber auch genau, wann ich etwas zu sagen habe“, beschreibt er beim Interview im Café noon seine musikalische Philosophie. Womit man wieder bei Kae Tempest und dem „Raum für die Geschichten der anderen“ wäre. Wegen dieser ansonsten tiefen Verwurzelung in kollektiver Arbeit, sieht Amereller es als spannende Herausforderung bei Verbundensein solo spielen zu können. Was vor dem inhaltlichen Hintergrund dieses „Manifest des Miteinanders“, in dem Kae Tempest mit Kreativität und Nähe die Verwerfungen des Kapitalismus zu überwinden sucht, natürlich erstmal wie ein Widerspruch klingt. Aber Interaktion und vertrauensvolles Zusammenspiel wird es auch auf der Bühne des Großen Hauses zwischen dem Schlagzeuger und der erfahrenen Schauspielerin Nadine Geyersbach geben. „Das Stück wird sehr dynamisch“, verspricht Paul Amereller, der sich freut, nach zwei Monaten Proben endlich live spielen zu dürfen.

 

 

Veröffentlicht am 27. April 2023

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