Musiktheater

Die Glocke - Das Bremer Konzerthaus

4. Philharmonisches Konzert

Exploring Schumann – Musik als Therapie
Jonathan Stockhammer – Dirigat
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»Man wird reich beschenkt, wenn man Schumann ernst nimmt«, hat der Oboist und Dirigent Heinz Holliger einmal gesagt. Das wird Jonathan Stockhammer zweifelsohne tun. Der Dirigent ist zum wiederholten Mal Gast in Bremen und wird seine stilistische Vielseitigkeit mit der Eröffnung des Schumann-Zyklus einmal mehr unter Beweis stellen. Zum Auftakt dirigiert er Robert Schumanns zweite Sinfonie, ein zutiefst optimistisches Werk, dem man es nicht anhört, dass es während einer tiefen Depression entstanden ist. Für Schumann war es eine Art Therapie, nach der es ihm tatsächlich besser ging.
Die Ouvertüre zu Wolfgang Amadeus Mozarts Oper Idomeneo entführt in die griechische Mythologie. Es geht um Götter, Monster und Konflikte – und natürlich um gute Unterhaltung. Die ist auch bei Leonard Bernsteins Serenade garantiert. Hier wird es aber auch philosophisch, denn das Werk basiert auf Platons Symposion, was so viel wie Gastmahl oder Trinkgelage heißt. Gedanken und Argumente der Redner werden zu musikalischen Disputen. In diesem Sinne: Prost!

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791): Ouvertüre zur Oper Idomeneo KV 366
Leonard Bernstein (1918–1990): Serenade
Robert Schumann (1810-1856): Symphonie Nr. 2 C-Dur op. 61

Jonathan Stockhammer, Dirigat
Usha Kapoor, Violine