Musiktheater

Theater am Goetheplatz / Premiere

Faust

Konzertante Aufführung
Oper in fünf Akten von Charles Gounod
Libretto von Jules Barbier und Michel Carré
In französischer Sprache mit deutschem Übertext

„She was just a wish. She was just.“ (Fleetwood Mac) — Charles Gounods „Faust“ nannte man in Deutschland lange „Margarethe“, was zwei Gründe hatte. Erstens gönnte man im säbelrasselnden späten 19. Jahrhundert einem französischen Komponisten nicht den Erfolg, die vielleicht schönste Faust-Oper komponiert zu haben, und zweitens stellte Gounod die Goeth’sche Gretchenfrage tatsächlich vor jede theoretische Sinnsuche und machte sie so zu einer sinnlich-emotionalen Erfahrung. In der konzertanten Aufführung unter der Musikalischen Leitung von Musik­direktor Stefan Klingele offenbart sich Gounods „Faust“ als das, was es ist: Eine musikalische Verbeugung vor Deutschlands großem Dichter, ein Fest der Stimmen und Klangfarben, das mit Finesse und Tiefe zeigt, dass ein Geschäft mit dem Teufel selten gut ausgeht. Am Ende verlieren alle – aber immerhin mit schönster Musik.