Kleines Haus / Premiere / ausverkauft (eventuell Restkarten an der Abendkasse)

Im Herzen tickt eine Bombe

von Wajdi Mouawad
aus dem Französischen von Uli Menke
Deutschsprachige Erstaufführung

„Wir koexistieren mit den Geistern unserer Vergangenheit.“ (Angela Davis) — Mitten in einer stürmischen Winternacht erhält Wahab einen Anruf seines Bruders: Ihre Mutter liegt im Sterben. Auf dem Weg ins Krankenhaus kämpft Wahab mit seinen Gedanken und Erinnerungen – an seine Mutter, seine Familie, seine ferne Heimat, den Krieg, den er dort als Kind miterleben musste. Und je näher Wahab dem Krankenhaus kommt, desto mehr nähert er sich dem traumatischen Punkt seiner eigenen Geschichte: jenem Zwischenfall, der alles veränderte. Wajdi Mouawad erzählt von einem jungen Mann, dessen Erfahrung sich in vielen Biografien spiegelt. Flucht, Migration, Gewalt – sie hinterlassen Spuren im Menschen. Doch das Erwachsenwerden auch. Offener als in diesem literarischen Zwiegespräch ringen Schmerz und Liebe, Wut und Zärtlichkeit selten miteinander. Nach ihrer umjubelten Inszenierung von Mouawads Vögel in der letzten Spielzeit erarbeitet Alize Zandwijk mit dem neuen Ensemblemitglied Patrick Balaraj Yogarajan nun den Monolog Im Herzen tickt eine Bombe.

Dauer: 1 Stunde 15 Minuten
16+

Einlass ins Haus: 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn
Einlass in den Saal: circa 20 Minuten vor Vorstellungsbeginn

Neue Spieltermine werden monatlich veröffentlicht!
Der Vorverkauf beginnt jeweils am 10. des Vormonats – für unsere Festabonnent*innen bereits am 1. des Vormonats.

  • Termine / Karten

    Freitag, 30. Oktober 2020, 20:00 – 21:15 Uhr / ausverkauft (eventuell Restkarten an der Abendkasse)
    Sonntag, 22. November 2020, 20:00 – 21:15 Uhr
  • Besetzung

  • Video/Audio

  • Pressestimmen

    „Patrick Balaraj Yogarajan überzeugt in der Rolle von Wahab, der sich seinen inneren Dämonen stellen muss. […] Auch ‘Im Herzen tickt eine Bombe‘ ist ein, wenn auch kurzer, Abend, der einen packt und dann nicht mehr loslässt. Dem franko-libanesischen Autor gelingt es auch in diesem Monolog (Übersetzung: Uli Menke), im Schicksal eines Einzelnen messerscharf und zugleich mit großer Poesie einen politischen Konflikt zu spiegeln. Zandwijk und Balaraj Yogarajan setzen diese Vorgabe genauso messerscharf und poetisch um. […] Viel Beifall, vor allem für Patrick Balaraj Yogarajan.“ (Iris Hetscher, Weser-Kurier, 4. Oktober 2020)

    „Yogarajan ist ganz beim Text und seiner Rolle. Und zwar so einfühlsam, dass es schmerzt, wenn er zittert, schreit und noch etwas mehr zittert; auch aus Ärger über sich selbst, weil er den Busfahrer angepöbelt hat, nun in der letzten Reihe sitzt und sich selbst beim Fluchen nur noch fassungslos zuhören kann. Es ist eine rundum überzeugende Leistung, gerade entlang dieser Bruchstellen zwischen der triefnassen Poesie und den surrealen Albtraumbildern des Textes die authentische Haltung eines Teenagers in einer ersten Lebenskrise zu wahren. Gerahmt wird das Ganze von Alize Zandwijks Bildsprache, die hier auch als Miniatur unverwechselbar ist.“ (Jan-Paul Koopmann, taz, 6. Oktober 2020)
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