Kleines Haus

acting is re-acting #4: „Alles hat ein Ende and by ‚alles' I mean ‚you'“

Lecture Performance zur Ästhetik des Beschäftigung (am Theater): WÜST
„Alles hat ein Ende and by ‚alles‘ I mean ‚you’“

„Arbeit ist der Zweck, Produktion das Mittel“, schreibt Kai van Eikels über die
Funktionsweise gegenwärtiger Theaterbetriebe: Was produziert wird, ist nicht zuletzt Effekt
eines der Produktion zugrunde liegenden Systems von Beschäftigungsverhältnissen. Das
bedeutet beispielsweise, dass Regisseur*innen, Dramaturg*innen, Maler*innen und
Ankleider*innen gemeinsam an der Umsetzung eines Stücks arbeiten. „acting is re-acting“
will diese Dynamik der Betriebsamkeit nutzen, um ästhetische Werkzeuge zu entwickeln,
die uns möglicherweise auch im „Leben“ etwas bringen können: Wie können wir
Abhängigkeit als Handlungsspielraum umdeuten? Inwiefern liegt im Agieren, gelesen als
Re-Agieren auf eine Umwelt, ein utopisches Potenzial geteilter Autor*innenschaft?
acting is re-acting #4 ist der vierte Teil von Nora Strömers künstlerischer Forschung am
Stadttheater:
„Ach ach ach, der Winter kommt und streckt seine kahlen Fingern nach dir, mir und dem
Theater aus! In der nächsten Ausgabe von „acting is re-acting“ soll es deshalb um das
Vergehen gehen (fallendes Laub, Silvester, eine vergangene Aufführung). Gemeinsam mit
euch möchte ich auf das (nunmehr verlassene) Bühnenbild von „WÜST“ blicken und dem
gedenken, was dort noch vor Kurzem war und nun nicht mehr ist (z.B. die Körper der
Schauspielenden) und uns so daran erinnert, dass alles, was beginnt auch ein Ende
haben muss.“