Schauspiel

Theater am Goetheplatz

In My Sixties

Maren Kroymann & Band

Für viele Menschen ist das Älterwerden auch Anlass für wehmütig – desillusionierte Rückblicke auf ihr gelebtes Leben. Nicht so für die Schauspielerin und Kabarettistin Maren Kroymann, deren Karriere noch einmal so richtig Fahrt aufgenommen hat, als die 60 schon lange hinter ihr lag. Sie zeigt uns, dass Revolution und Emanzipation letztlich auch im Alter nachwirken wie eine Frischzellen-Therapie mit Depot-Funktion.
In ihrem Programm „In my Sixties“ widmet sie sich der Musik der 60er Jahre mit unverstelltem Blick, tabulosem Elan und frischem Interesse anlässlich eines Jubiläums, das sie zu feiern beschlossen hat: „50 Jahre Pubertät“. Es ist jene Musik, die so unerhörte Gefühle auslöste: erstes sexuelles Begehren, den Wunsch nach Hingabe, nach Leichtigkeit, nach Befreit-Sein. Die Lieder versprachen ein Leben, das bunter, wilder und schöner sein konnte als das der Eltern-Generation mit deren rigiden Moralvorstellungen.
Die begnadete Sängerin Maren Kroymann arbeitet sich in ihrem diesem Programm durch die musikalischen Edelsteine der 60er Jahre als auch durch das ideologische Geröll. Vor allem die wunderbare Dusty Springfield hat es ihr angetan, mit dieser kraftvollen Stimme, die eine weibliche Stärke zum Ausdruck brachte, die sich so in der Gesellschaft gerade erst ankündigte.

Begleitet, getragen und beflügelt wird Maren Kroymann von ihrer Band.
Flügel: Matthias Binner
Bass: Jürgen „Speedy“ Schäfer
Gitarre: Ralf Lehmann
Schlagzeug: Ralf Kündgen

Wichtiger Hinweis: Während der Vorstellung finden Filmaufnahmen von Radio Bremen statt, die auch das Publikum betreffen. Mit dem Kauf der Karte erklären Sie sich damit einverstanden.

  • „Maren Kroymann ist das kleine Wunder gelungen, jedem Lied ganz unangestrengt die Analyse, den Mehrwert gewissermaßen beizugeben. So bleibt es nicht bei - primär schon perfekten- Adaptionen, hier erfüllt sich zugleich ein kabarettistischer Anspruch, vom Lied aus die Welt zu deuten, am individuellen Erlebnis auch die Gesellschaft zu erkennen. Schön, dass das wie in Sektlaune daherkommt“ – (Berliner Zeitung)