Musiktheater

Theater am Goetheplatz

Die Fledermaus

Komische Operette in drei Akten von Johann Strauß
Text von Carl Haffner und Richard Genée
in einer Bearbeitung von Tobias Haberkorn
Musikalische Leitung: Yoel Gamzou
Regie: Felix Rothenhäusler

„Es ist das Ziel der Feier, uns in Tiere zu verwandeln.“ (Michel Houellebecq) — Es soll gefeiert werden; am besten zügellos und ohne Rücksicht auf bürgerliche Realitäten und Verbindungen. Ein reizvolles und durchaus nachvollziehbares Vorhaben, vor allem wenn man wie Eisenstein eine Haftstrafe anzutreten hat. Zwei Dinge ahnt er allerdings nicht: Dass Gattin Rosalinde und Zofe Adele ähnliche Pläne umtreiben und dass nicht nur die Justiz, sondern auch Dr. Falke noch eine Rechnung mit ihm offen hat. Auf dem Maskenball des Grafen Orlofsky eskaliert das inszenierte Rachespiel. Hier treffen alle zusammen: Leute, die sich kennen und nicht erkennen, andere, die sich erkennen, aber nicht kennen wollen. Es gibt falsche Titel und echte Verkleidungen, Künstlerinnen, die keine sind, betrunkene Beamte – und ein Motto, das seine volle Bedeutung erst offenbart, wenn Rausch, Verstellung und Verwicklung der Ernüchterung weichen: „Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist“. Strauß’ „Fledermaus“ ist ein klingender Ausnahmezustand, dessen Tempo und komödiantische Motorik Regisseur Felix Rothenhäusler freilegen und mit minimalen Mitteln in Szene setzen wird.