Theater am Goetheplatz / Premiere

Jenufa

Oper aus dem mährischen Bauernleben
in drei Akten von Leoš Janáček
Text von Gabriela Preissová

„am ende dieser endlichkeit bleibt nichts mehr zu verlieren.“ (Barbara Köhler) — In einem mährischen Dorf, inmitten einer konformistischen Gesellschaft: Jenůfa erwartet ein Kind von ihrem Ziehbruder Števa. Der entscheidet sich jedoch gegen sie und das Vaterdasein, weshalb sie das Kind – unter der Obhut der Küsterin Buryja – in der Abgeschiedenheit zur Welt bringen muss. Im Glauben, damit Jenůfas Ehre zu retten, beschließt die Küsterin: erstens Jenůfa mit ihrem Sohn Laca zu verheiraten und zweitens das uneheliche Kind heimlich zu töten. Erst als die Kinderleiche im Eis geborgen wird, erkennt Jenůfa die grausame Wahrheit – doch: Sie verzeiht Buryja und heiratet Laca. Zwischen dörflicher Enge und unendlicher Weite brechen sich die expressiven Orchesterklänge von Leoš Janáčeks dritter und erfolgreichster Oper Bahn. Bemerkenswert ist, neben dem volkstümlichen Duktus, vor allem die Vertonung von Alltagssprache, welche die schleichende Brutalität und Ohnmacht im mährischen Idyll offenbart.

  • Termine / Karten

    Samstag, 09. Mai 2020, 19:30 Uhr / Premiere
    Mittwoch, 13. Mai 2020, 19:30 Uhr
    Samstag, 30. Mai 2020, 19:30 Uhr
    Sonntag, 07. Juni 2020, 15:30 Uhr
    Freitag, 12. Juni 2020, 19:30 Uhr
    Donnerstag, 25. Juni 2020, 19:30 Uhr
    Sonntag, 28. Juni 2020, 18:00 Uhr
    Donnerstag, 09. Juli 2020, 19:30 Uhr
  • Besetzung

    Stařenka Buryjovka (Die alte Buryja) Nathalie Mittelbach
    Laca Klemeň Luis Olivares Sandoval
    Števa Buryja Christian-Andreas Engelhardt
    Kostelnička Buryjovka (Die Küsterin) Ulrike Schneider
    Jenůfa Nadine Lehner
    Stárek, Altgesell Stephen Clark
    Rychtář, Dorfrichter Christoph Heinrich
    Rychtářka, seine Frau Ulrike Mayer

    Chor Opernchor des Theater Bremen, Alice Meregaglia
    Orchester Bremer Philharmoniker
    Musikalische Leitung Yoel Gamzou
    Inszenierung Armin Petras
    Bühne Julian Marbach
    Kostüme Patricia Talacko
    Licht Norman Plathe-Narr
    Video Rebecca Riedel
    Dramaturgie Isabelle Becker
    Choreografie Berit Jentzsch
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