THEATERBREMEN

2019 / 2020

Mediathek

Track des Monats

Junitrack_2019

Für den Track des Monats haben sich die Sängerin Suzannah Karenina von der Bremer Band rausz. und der Komponist und Produzent Herr One (Baumstudio Bremen) nach Jahren erstmals wieder gemeinsam ins Studio begeben. Anlässlich der Premiere von Elfriede Jelineks Das schweigende Mädchen verarbeiten sie einzelne Zeilen von Beate Zschäpes Schlussplädoyer am letzten Tag des NSU-Prozesses zu einem Track, der über Klang ausdrückt, was nicht gesagt werden kann.

Für ein besseres Sounderlebnis empfehlen wir, den Track des Monats mit Kopfhörern oder externen Lautsprechern zu hören.

Nachrichten, Feedback und Fragen an die Musiker*innen und zum Track des Monats an den Dramaturgen Gregor Runge: grunge@theaterbremen.de

http://www.susannajanke.de
http://www.baumstudio.com


Maitrack 2019

Wenn er nicht gerade Arbeiten entwickelt, die unter anderem auf der Biennale in Venedig oder der Transmediale in Berlin gezeigt werden, produziert der in Budapest lebende Künstler und Musiker Ábris Gryllus regelmäßig Musik für Theater- und Tanzproduktionen. In Bremen arbeitet er derzeit an der kommenden Tanzpremiere Coexist mit und hat daneben noch Zeit gefunden, den aktuellen „Track des Monats“ zu produzieren. Darin bezieht er sich auf die anstehende Premiere von Erich Wolfgang Korngolds Die tote Stadt und verwandelt die zwischen Traumspiel, Dekadenzstudie und Psychodrama oszillierende Geschichte der 1920 uraufgeführten Oper in eine mal unheilvoll drohende, mal sanft schwebende musikalische Echo-Kammer.

Für ein besseres Sounderlebnis empfehlen wir, den „Track des Monats“ mit Kopfhörern oder externen Lautsprechern zu hören.

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http://abrisgryllus.com

Apriltrack 2019

Thomas Keiser alias Tommy Toothpick ist Künstler und Designer aus Bremen und bewegt sich in seinen Arbeiten zwischen Video, Sound und Live Performance. In seinem Arbeitsprozess kommen dabei oft eigens programmierte Algorithmen zum Einsatz. Für seinen Track des Monats zu Kämpfen, dem sechsten und letzten Teil der Knausgård-Reihe, lässt er sich von der schonungslosen Offenheit von Karl Ove Knausgårds Selbstbeschreibung und im Rückgriff auf Texte von Byung-Chul Han und Gilles Deleuze zu einer musikalischen Reflexion über Transparenz als Mechanismus der (Selbst-)Kontrolle inspirieren.

Märztrack 2019

Mit seinem Projekt Feine Trinkers bei Pinkels Daheim widmet sich der Architekt Jürgen Eberhard der experimentellen elektronischen Musik, für die ihm Spielzeuge, Küchenutensilien, Chemikalien und Insekten als Mittel der Klangerzeugung dienen. Das Vorhaben, einen Track des Monats zu produzieren, wäre fast durchkreuzt worden, als Diebe bis auf zwei Kabel das gesamte Equipment des Musikers entwendeten. Doch dann stieß Jürgen Eberhard auf die anstehende Premiere von Tolstois "Auferstehung" und bat kurzerhand zwei Freunde in Russland um einen Nachbau des legendären Kult-Synthesizers Polyvox. Nachdem dieser zuerst in der russischen Post verschollen schien, fand das Gerät schließlich doch noch den Weg ins 2600 Kilometer entfernte Bremen. Der Auferstehung kann also nichts mehr im Wege stehen.

Februartrack 2019

Die Pianistin und Komponistin Laura Konjetzky komponierte in der vergangenen Spielzeit die Musik zu Frederik Rohns Choreografie Crash
In ihrem Track des Monats hat sie sich nun mit LA FLEURs neuer Produktion Nana ou est-ce que tu connais le bara? beschäftigt und uns dazu folgendes geschrieben: "Ich las die Beschreibung des Theaterstücks 'Nana ou est-ce que tu connais le bara?' Worte wie Sex und Arbeit, radikal glühend, sinnlich, Lust, Begehren, Sexualität, Pornografie nahm ich auf beim Lesen, steckte sie in meinen kompositorischen Raumanzug und trat meine künstlerische Reise an. Dabei kreuzten folgende Assoziationen meinen Weg bei der Komposition CAN YOU FEEL ME? Die Sehnsucht gesehen zu werden, die Sehnsucht nach sexueller Begegnung ohne vorgefertigte Schablonen, die Sehnsucht nach purem Begehren.“

Januartrack 2019

In seinem Track des Monats setzt sich der Sounddesigner [Thomas Werner]thomasfriedrich_werner@web.de anlässlich der kommenden Premiere von Eugene O’Neills Klassiker "Eines langen Tages Reise in die Nacht" mit dem vielschichtigen Beziehungsgeflecht auseinander, in das die Figuren des Dramas verstrickt sind. Der Sound einer Kuckucksuhr, einem Familienerbstück, dient ihm als Signatur und Symbol für die Heimsuchungen der Familie Tyrone. Damit konstruiert er eine Klangcollage zwischen Harmonien und ihrem Zerfall und schafft ein in Sound gefasstes Gleichnis mühsamer Beziehungsarbeit, das sich wie der Zeiger einer Uhr stetig im Kreis zu drehen scheint.

Dezembertrack 2018

Zwischen intuitivem Gestalten und der präzisen Suche nach der eigenen Form stellt der Musiker und Künstler Jonas Wiese, der am Theater Bremen zuletzt in Produktionen von kainkollektiv und dem TanzKollektivBremen zu sehen und hören war, mit seinem Projekt TIBSLC (The Italian Billionaires Secret Love Child) die Frage nach einem zeitgemäßen Umgang mit Klang und Musik. Für seinen "Track des Monats" hat er sich mit der anstehenden Premiere von Die Entführung aus dem Serail beschäftigt. In "Der Palast Der Zerbrechlichen" wagt er den Versuch, die lineare, klassische Ästhetik von Mozarts Singspiel mit der neuen Gleichzeitigkeit unserer Zeit und der damit einhergehenden Ungewissheit zu konfrontieren. So entsteht ein spannungsreiches Klanggebilde, das die Suche nach den eigenen Sehnsüchten und verborgenen Ängsten thematisiert.

NovemberTrack 2018

In der belgischen Musikszene gilt Stijn Vanmarsenille als Grenzen sprengendes Multitalent. Zwischen seinen Solo- und Bandprojekten arbeitet der Multi-Instrumentalist immer wieder mit dem Choreografen Helder Seabra zusammen und hat zuletzt viel Zeit in Bremen verbracht, um Musik für die erste Tanz-Premiere dieser Spielzeit zu komponieren. Dazwischen hat er noch Zeit gefunden, sich mit Felix Rothenhäuslers kommender Inszenierung von Jonathan Safran Foers semi-autobiografischem Roman Hier bin ich zu beschäftigen. In seinem Track des Monats wirft Stijn Vanmarsenille einen musikalischen Blick auf die Krise des Ichs zwischen dem Wunsch nach Selbstverwirklichung und den Ansprüchen anderer und fragt: Wie viele Identitäten haben in einem Menschen Platz?

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OktoberTrack 2018

Fundstücke aus dem eigenen Plattenregal oder Überbleibsel vom letzten Flohmarktbesuch werden in den Live-Performances des Soundkünstler-Duos mit Plattenspielern gekoppelt und mit Effekten und elektroakustischen Signalen rekontextualisiert. Zur anstehenden Bremen-Premiere von Die selbsternannte Aristokratie haben sich Benni Eckner und Steffen Fietz der Schriften Honoré de Balzacs angenommen und versuchen sich an einer vertonten Reflexion über das Verhältnis von Balzacs Gesellschaftskritik zu unserer Zeit. Sie lassen Töne aufeinanderprallen und miteinander verschwimmen und thematisieren Koexistenz, Verdrängung und Ausgrenzung.

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AugustSeptemberTrack 2018

Als Hausproduzent von Erotik Toy Records ist Florida Juicy verantwortlich für die musikalische DNA der echten Gefühle, mit der das Bremer Label um Künstler wie Tightill, Doubtboy und Skinnyblackboy derzeit die deutsche Rap-Landschaft umpflügt. In seinem Track des Monats zur anstehenden Premiere von Fidelio zeigt sich der Produzent von einer anderen Seite und nimmt Beethovens Komposition zur Grundlage für einen experimentellen Ausflug in Klanglandschaften jenseits von Hip-Hop und Trap.

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https://soundcloud.com/floridajuicy

Junitrack 2018

In ihrem Track des Monats zur anstehenden Premiere von Lazarus lehnt sich die Bremer Band Spröde Lippen eng an die Geschichte des von David Bowie erdachten Musicals an, das wiederum auf Nicolas Roegs Kultfilm The Man Who Fell to Earth basiert. Mit Synthesizer, Gitarre, Schlagzeug und Keyboard heben die vier Musikerinnen vom Latenz Label ab zu einem verspulten Trip. Zwischen Assoziationen schwebender Raumschiffe, vertrockneter Wüstenplaneten und der Verzweiflung des in die Welt gefallenen Individuums verdichtet sich die immer wiederkehrende Wiederholung von Akkorden, Rhythmen und Stimmen zu einer kaum greifbaren Unruhe.
Aufnahme, Mix und Mastering: Josephine Mielke

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http://sproede-lippen.org/

Maitrack 2018

Der Norweger Anders Wasserfall veröffentlicht Musik auf Labels wie Greta Cottage Workshop, Hesperian Sound Division und Woodsmen & Lady Log und arbeitet als Sounddesigner für Filmproduktionen und die Bremer Videokünstler*innen von Urbanscreen. Sein Sound betont die organischen und warmen Aspekte elektronischer Musik und greift oft auf Field Recordings und gefundenes Klangmaterial zurück, ergänzt durch Drum Machines und Synthesizer. Für seinen Track des Monats beschäftigt sich Anders Wasserfall mit der kommenden Premiere von The Rake's Progress und erzeugt aus abstrakten Soundscapes eine Komposition, die den Absturz des Protagonisten in Dunkelheit und Wahnsinn musikalisch widerspiegelt.

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https://soundcloud.com/wasserfall

Apriltrack 2018

Die Musik des Bremer Kollektivs DARE verbindet elektronische Klänge mit akustischen Singer/Songwriter-Elementen. Euphorie und Melancholie liegen dicht beieinander, atmosphärische Klänge treffen auf Gitarre und Gesang. Für ihren Track des Monats nehmen DARE Felix Rothenhäuslers Inszenierung der Fledermaus zum Anlass für eine Auseinandersetzung mit Täuschung und der Maskierung von Realität – ein Thema, mit dem sich DARE in ihrer Musik immer wieder aufs Neue beschäftigen.

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www.dare.band

Märztrack 2018

Johannes Haase und Johannes von Buttlar bilden das Bremer Duo Scylla, das nicht zufällig nach dem siebenköpfigen Meeresungeheuer der griechischen Mythologie benannt ist. Der ungewöhnlichen Besetzung von Violine und Schlagzeug fügen Scylla mit jedem Projekt neue musikalische Partner hinzu und verwandeln das Duo so in ein vielseitiges, stets aufs neue unberechenbares Ereignis. Für den Track des Monats zur anstehenden Tanz-Premiere Crash haben sie sich mit dem Bremer Rapper und Produzenten Immo Wischhusen alias Flowin Immo verstärkt. Irgendwo zwischen oriental anmutendem Jazz und technoider Endzeitstimmung entwickelt **Death of Mass Destruction** aus einem unbestimmt suchenden Beginn heraus eine Vision von Chaos und Neubeginn.

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https://www.johanneshaase.com/

Februartrack 2018

Solo haben der Schlagzeuger Simon Camatta und der Multi-Instrumentalist Stefan Kirchhoff bereits jeweils einen Track des Monats beigesteuert. Eigentlich eher in der experimentellen und improvisierten Musik zuhause, konzentrieren sie sich als Handsome Couple auf instrumentale Hip-Hop Beats. Anlässlich der kommenden Premiere von Ein Haus in der Nähe einer Airbase haben sie einen orientalisch angehauchten Dance-Track produziert, dessen vordergründig nach Folklore-Party und guter Laune klingender Sound von Dissonanzen und Störgeräuschen durchkreuzt wird – so wie auch das vermeintliche Familienidyll der Erzählung immer wieder von den politischen Ereignissen der Gegenwart aufgestört wird.

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https://simoncamatta.yolasite.com/handsome-couple.php

Januartrack 2018

Der kraftvoll-düstere Sound des Bremer Duos Ämsel bewegt sich entlang der ausfransenden Ränder von Trip-Hop und Pop und erzeugt gespenstische Klangwelten, in denen Orte, Zeiten und Möglichkeiten zusammenfallen. Dieses Prinzip ineinanderfließender Stimmungen und Atmosphären übertragen sie in ihrem Track des Monats auf Alexander Giesches visual poem [zupɛrpoziˈtsioːn] und liefern den musikalischen Entwurf für eine Zukunft, in der wieder alles möglich wird.

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https://soundcloud.com/user-220434167

Dezembertrack 2017

Wer dieser Tage seinen Blick durch die deutsche Hip-Hop-Landschaft streifen lässt, wird dem Sound von Doubtboy & Tightill vermutlich längst verfallen sein. Zwischen Synthie-Pop, smoothen Schlafzimmer-Beats und beglückenden Texten über starke Gefühle haben die beiden in Bremen mal eben die Neue Deutsche Rap-Welle erfunden und reiten darauf durch die gesamte Republik. Und während sich Regisseur Felix Rothenhäusler im Dezember an ein Mash-Up der Sophokles-Dramen Ödipus / Antigone wagt, liefern Doubtboy & Tightill im dazu passenden Track des Monats eine nicht minder radikale Überschreibung der antiken Schauermärchen. Selten haben sich die Abgründe der Theatergeschichte so verdammt sexy angefühlt.

Am 2. Dezember sind Cities Aviv (US) und Doubtboy & Tightill (HB) im Kleinen Haus zu sehen. A new definition of Hip-Hop. Präsentiert von splash! Mag und Golden Shop.

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https://soundcloud.com/tightill

Novembertrack 2017

In seinen aktuellen Arbeiten bewegt sich der bildende Künstler und Musiker Norman Neumann zwischen analoger und digitaler Klangerzeugung, Stimme und Effekten und erzeugt daraus ein hybrides Werkzeug zur Improvisation und Klangforschung. Für seinen Track des Monats beschäftigt er sich mit Heinrich von Kleists kompromissloser Figur Michael Kohlhaas die in einer Zeit des Umbruchs einen Wandel vom bürgerlichen Helden zum Fanatiker durchlebt. Neumanns Track betont das Gespür einer aufkommenden Veränderung, abstrahiert die Rolle des Individuums im sich wandelnden Kontext seiner Zeit und schlägt darin einen musikalischen Bogen zu den gesellschaftlich-politischen Diskursen der Gegenwart.

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Oktobertrack 2017

Was ist real? Wie funktioniert Erinnerung? Ist Vergangenheit nichts mehr als die Sehnsucht nach einer Zeit, die so nie existierte? Für seinen Track des Monats hat sich Jens Mahlstedt mit der anstehenden Premiere von Knausgård III: Spielen beschäftigt. Für den aus Bremen stammenden DJ und Musikproduzenten setzen Knausgårds Bücher der immer umfassenderen Übermacht der Daten im Netzzeitalter auf tausenden von Seiten die soghafte Sprache entgegen. Pures, unverfälschtes Ego, das sich alle Zeit der Welt nimmt, um dieser all das mitzuteilen, was auch bisher schon niemand vermisste. Mit dem Unterschied, dass Knausgård es für Mahlstedt genau deshalb schafft, realistischer zu klingen als der Rest. Music please.
Am 13. Oktober sind Jens Mahlstedt und GU (Our Label Records/Urban Jazz Groove Bremen) beim ersten Bremen Zwei YEAH YEAH CLUB zu Gast im noon. Funk, Soul, HipHop, Dancehall, Jazz: Als Resident-DJs der neuen Partyreihe gestalten sie eine außergewöhnliche Nacht im Zeichen des Groove. Trust the DJs.

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http://www.jensmahlstedt.com

Septembertrack 2017

Anlässlich der Premiere von Scherbenpark wartet der Track des Monats zum Spielzeitauftakt selbst mit einer kleinen Premiere auf. Denn für die Auseinandersetzung mit Alina Bronskys Erzählung vom Leben in einer deutsch-russischen Hochhaussiedlung verlassen die deutsch-ukrainische Pianistin Marina Kondraschewa und der aus Kolumbien stammende Pianist Sebastian Chica das ihnen vertraute Gebiet der Interpretation und zeichnen die Gefühlswelt der Protagonistin aus Scherbenpark in ihrer ersten Eigenkomposition nach. Aus der Improvisation mit erweiterten Techniken auf und im Klavier und elektronischen Mitteln lassen KONDRASCHEWA/CHICA so das fein gewobene musikalische Portrait einer Figur und ihrer Sehnsüchte entstehen.

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Junitrack 2017

Der verführerische Sound von JAY POP entsteht dort, wo die Gefühle sind. Für sein zwischen Popmusik und sanftem Rap balancierendes Songwriting spielt der Bremer Musiker mit Wörtern und Tönen, bis diese sich instinktiv zu emotional triggernden Tracks verbinden. Eine gewisse Tendenz zum schönsten aller Gefühle ist dabei nicht von der Hand zu weisen. Und so hat sich der werdende Vater zur anstehenden Premiere von Väter und Söhne zu einem Liebeslied hinreißen lassen, das hinreißender kaum sein könnte. Der Track des Monats zum Spielzeitabschluss: Darwinfinken.

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Maitrack 2017

Als enge musikalische Weggefährtin von Regisseurin Alize Zandwijk hat sich die niederländische Multi-Instrumentalistin Maartje Teussink längst in das kollektive Gedächtnis des Bremer Theaterpublikums gespielt. Für den Track des Monats Mai hat sie eine Probe von Tom Büngers kommendem Tanzprojekt Turnen besucht, das junge Männer aus verschiedensten Kulturen im Ringen um sich selbst und den eigenen Körper begleitet. Das Erwachsenwerden zwischen Selbst- und Fremdbildern, eigenen und fremden Idealvorstellungen hat Maartje Teussink zu einem Track inspiriert, der Motive von Freiheit, Verlangen und Versuchen variiert und das Aufwachsen als niemals endenden Prozess spiegelt.

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http://www.maartjeteussink.nl

Apriltrack 2017

Für Johannes Haase sind Grenzen lediglich dazu da, überschritten zu werden. Der Violinist pendelt schon seit Jahren beständig zwischen Bremen, Basel und Chile und tourt mit Ensembles wie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und dem Kammerorchester Basel durch die ganze Welt. In seinen eigenen Projekten versucht er stets, mit der Geige in Klanglandschaften vorzudringen, in denen sie noch nicht gewesen ist. Seinen Track des Monats zur anstehenden Premiere von Il tabarro & Gianni Schicchi hat er mit Geige, Effekten und Loops live eingespielt. Und wo Puccinis Einakter das Unausweichliche und die Grenzen der Toleranz behandeln, wohnt auch Haases improvisiertem Track eine friedliche, aber unerbitterliche Konsequenz inne, mit der er sein musikalisches Thema ausweglos durch Atmosphären, Räume und Klanglandschaften hindurch verfolgt.

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Märztrack 2017

Die Bremer Band Art Halk hat sich zur Methode gemacht, ihre Instrumente für jeden Song untereinander auszutauschen. Die daraus resultierende musikalische Verwirrung mündet in einen Stil, den die drei Mitglieder als Neopanik Krankwave bezeichnen, was ebenso viel über den Sound wie die performativen Qualitäten der Band aussagt. Für ihren Track des Monats beschäftigen sich Art Halk anhand von Cut-Up-Techniken und Zufallsverfahren mit Hector Berlioz' Oper La Damnation de Faust und vertonen den Widerspruch der Faust'schen Erkenntnis- und Sinnsuche im sogenannten postfaktischen Zeitalter als psychedelischen Ritt zwischen Ausrufe- und Fragezeichen.

Produktion: Eric Peters und Art Halk

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Februartrack 2017

Der Multiinstrumentalist Stefan Kirchhoff spielt in diversen Bands und Improvisationsprojekten zwischen neuer Musik, Jazz und Electronica und ist regelmäßig am Theater Bremen zu Gast, wo er zuletzt seinen Teil zum Free Jazz-Soundtrack von Tales of survival beigesteuert hat. Für seinen Track des Monats sucht er in Bertolt Brechts Dreigroschenoper und dem Werk von Quentin Tarantino nach verbindenden Sedimenten von Trash und Proletariat. Lumpen ist eine krachige Klangcollage aus Arbeiterliedern, Westernmotiven und allem sonstigen Soundmaterial, das Kirchhoff in Bezug auf die anstehende Premiere von BANG BANG unter die Finger kommt.

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http://www.stkirchhoff.de

Januartrack 2017

Die Musik des in Bremen lebenden bildenden Künstlers und Musikers Ulli Bomans die auch unter seinem Pseudonym Schieres und mit der Band Gladbeck City Bombing erscheint, bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Techno und experimentelleren Klangformen wie Noise und Ambient. Sein letztes Solo-Album wurde auf dem Berliner Label Shitkatapult veröffentlicht, auf dem er auch mit seinem Projekt Shrubbn!! (zusammen mit Marco Haas aka T.Raumschmiere) vertreten ist. In Anlehnung an die kommende Premiere von Golden Heart lotet Ulli Bomans die Extreme der Hingabe zwischen bedingungsloser Liebe und blinder Zerstörung aus. Sein Track des Monats beschreibt einen Zustand der Abhängigkeit, der nicht nur freudvoll, sondern durchaus schmerzhaft sein kann.

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Dezembertrack 2016

Der Geiger und Komponist Benedikt Bindewald und die Singer-Songwriterin Rilli Willow leben und arbeiten zwischen Bremen, Berlin und Tel Aviv und bilden zusammen das Duo Die Auster Bunny. In ihrem Track des Monats schlagen sie eine Brücke zwischen Michel Houellebecqs provokanter Gesellschaftssatire Unterwerfung und ihrem eigenen Blick auf unsere unheimliche Gegenwart. „We chose to tell about our journey in a world where innocence is considered a crime against humanity, where others perceive you simply as an informative case study, abusing this information as an excuse to avoid their own reality. A world aching for change, but whoever attempts to change it only ends up changing himself”

Rilli Willow: Gesang, Musik, Text
Benedikt Bindewald: Arrangement, Geige, Bratsche
Tabea Schrenk: Violoncello
Dominik Zehnder: Aufnahme, Tontechnik

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http://dieausterbunny.com

Novembertrack 2016

Zwischen Barcelona, Bremen und Berlin sucht die aus Costa Rica stammende Musikerin und Performance-Künstlerin Suetszu in ihrer Arbeit stets nach der Schönheit der kleinen Dinge, nach poetischen Miniaturen und zerbrechlicher Unvollständigkeit. Für ihren Track des Monats lässt sie sich von der kommenden Moks-Premiere Patricks Trick inspirieren. Ihr Stück Unknown DNA Sequence setzt sich musikalisch mit Differenz, Tabus und Diversität auseinander – und verwandelt die ängstliche, gleichsam verwunderte Perspektive des jungen Protagonisten Patrick in eine musikalische Reflektion über das mysteriöse Unbekannte.

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http://www.suetszu.com

Oktobertrack 2016

Mit seinem von Juke, Bass und Footwork inspirierten Sound beschreitet der DJ und Produzent Terrorrhythmus einen musikalischen Pfad zwischen clubtauglichen Beats und experimentellen Soundarchitekturen. Damit liefert er so etwas wie die Signatur des von ihm mitbegründeten Labels Latenz, das sich als Plattform für musikalische Entwürfe jenseits eindeutiger Genrezuweisungen einen Namen gemacht hat. Und während Samir Akika und seine Kompanie in den Proben für die kommende Premiere Akika X noch auf dem Grat zwischen Vorstellungskraft und Realitätsverlust wandeln, stürzt uns Terrorrhythmus mit seinem dazugehörigen Track des Monats längst in einen Rausch, der bis zur Ich-Auflösung führt.

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https://soundcloud.com/terrorrythmus

Septembertrack 2016

Die Arbeiten des international ausstellenden Bildenden Künstlers Janis E. Müller entstehen stets in der Beschäftigung mit Klang und Bezügen zur Musik. Als Musikschaffender arbeitet Müller, der auch als Produzent und DJ tätig ist, unter dem Namen Elias Müller. Dabei liegt sein Fokus auf dem Prinzip der Verdichtung und Fragmentierung einzelner Klangbausteine. Indem er sich zwischen Field Recording, Beatwork, Sampling und elektronisch erzeugten Flächen bewegt, entstehen musikalisch durchsetzte Stimmungsbilder. Für den Track des Monats zum Spielzeitauftakt beschäftigt sich Janis Elias Müller mit Richard Wagners Parsifal.

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https://soundcloud.com/elias-mueller

Junitrack 2016

Wahre Kunst entsteht aus Leiden. So jedenfalls lautet die Ausgangsthese in Joey Goebels Mediensatire Torture the Artist. Darin soll der junge Vincent zum Künstler erzogen werden, indem er stets ganz nah an die Erfüllung seines persönlichen Glücks geführt wird, um es ihm im letzten Moment wieder zu entreißen. Ensemblemitglied Peter Fasching erinnert das an den zwischen Euphorie und tiefer Traurigkeit liegenden Gefühlskontrast der Paralleltonarten D-Dur und H-Moll, von denen er sagt, dass sie auch seine eigene Musik erschreckend oft inspiriert haben. In seinem Track des Monats spielt er alle Akkordfolgen, Melodien und Riffs, die er jemals in D-Dur und H-Moll geschrieben hat, in chronologischer Reihenfolge hintereinander weg. Von vorpubertären Gehversuchen auf der Gitarre bis zu aktuell entstehenden Songs entfaltet sich so ein augenzwinkernder Querschnitt durch anderthalb Jahrzehnte künstlerischen Quälens.

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https://soundcloud.com/pfasching

Maitrack 2016

Als Radio-DJ in Belleville und Begleiter von 16 Jugendlichen in Symptom Tanz hat Martin Basman in Bremen bereits bewiesen, dass er sich auf die musikalische Ausstattung gut gelaunter Tanzabende versteht. Für den Track des Monats Mai bleibt er der Sparte verbunden und nimmt, gemeinsam mit der Sängerin XY, die kommende Tanzpremiere NEXTtoME in der Choreografie von Máté Mészáros zum Anlass für ein Duett der inneren Stimmen – ein LoFi-Noise-Pop-Song als konspirative Begegnung mit sich selbst.

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https://soundcloud.com/mattow-one

Apriltrack 2016

Sebastian Reuschel ist bildender Künstler, Musiker und betreibt das Bremer Plattenlabel ZCKR Records, das sich seit 2010 mit ausgesuchten Veröffentlichungen einen ausgezeichneten Namen als Ort ambitionierter bis avantgardistischer elektronischer Gegenwartsmusik gemacht hat. Für den Track des Monats April hat Reuschel eine frühe Probe von Klaus Schumachers Hexenjagd besucht und ausschließlich mit dort aufgenommenen Samples gearbeitet. Seine musikalische Bezugnahme verdichtet Arthur Millers Psychogramm einer dem religiösen Wahn verfallenen Mikrogesellschaft zu einem kompromisslosen Soundentwurf zwischen Getriebenheit und Verzerrung.

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https://soundcloud.com/sreuschel

Märztrack 2016

Wenn der Schlagzeuger Simon Camatta nicht wie aktuell bei Samir Akika auf der Probebühne sitzt, tourt er mit der legendären Ruhrgebiets-Jazz-Kapelle The Dorf und seinen eigenen Projekten um die halbe Welt. Für den Track des Monats März hat er sich in Anlehnung an die kommende Moks-Premiere Out of control mit der Maschinenhaftigkeit der Gegenwart beschäftigt. Sein live eingespieltes, getriebenes Drum-Solo steigert sich in Chaos und Kontrollverlust, bis sich schließlich alles in Rauschen auflöst. Übrigens: Im Rahmen der jazzahead! clubnight ist Simon Camatta im Trio mit jayrope und Stefan Kirchhoff am 23. April um 22:30 Uhr im noon / Foyer Kleines Haus auch live zu sehen, ebenso wie das Trio Frenetiko um Hip-Hop-Legende Flowin IMMO. Im Anschluss Funk-Soul-Raregroove-Party mit DJ Ubeyde von Urban Jazz Groove.

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http://www.simoncamatta.de

Februartrack 2016

Für den Track des Monats Februar wirft der gebürtige Bremer Musiker und Hörspielmacher F.S.Blumm einen Blick auf die anstehende Premiere von Alban Bergs Büchner-Überschreibung Wozzeck. Inspiriert von den Woyzeck-Themen soziale Hierarchie und Machtmissbrauch fragt F.S.Blumm, warum „zum Beispiel Arme arbeiten und ärmer werden und Reiche das Geld anderer Leute für sich arbeiten lassen und immer reicher werden.“ So wird Woyzeck bei ihm zum Flaschensammler, während dem Hauptmann und dem Arzt der Investor und Spekulant gegenüber stehen. Es geht um schicksalhafte Willkür, das Spiel mit Glück, das Abstraktum Geld, Ausgenutzt-Werden und Demütigung – nur bis zu Marie und der Liebe, sagt F.S.Blumm, ist er in seinem entzückenden Track leider nicht mehr gekommen.

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http://fsblumm.free.fr/

Januartrack 2016

Mit Veröffentlichungen auf den Labels Latenz und Betonblume ist der gebürtige Wiener Musiker und Sounddesigner Llyphon seit Jahren fester Bestandteil der Bremer Subkultur. Für den Track des Monats Januar beschäftigt er sich in Anlehnung an das Junge Akteure-Projekt Rich Kids mit der schwedischen HipHop-Crew Sad Boys um den Rapper YungLean, deren AutoTune-geprägte Soundästhetik für ihn den musikalischen Inbegriff einer „LeanBack – everything is boring“-Attitüde bildet. In Kombination mit Textzeilen aus Katy Perrys „This is how we do“ entwirft Llyphon eine Klangwelt, die uns Diamanten weinen lässt, damit wir uns die Nase mit Geldscheinen putzen wollen.

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http://soundcloud.com/llyphon

Dezembertrack 2015

Mit seinen regelmäßigen Arbeiten für Klaus Schumacher und Alexander Riemenschneider ist Tobias Vethake in Bremen als Theatermusiker bestens bekannt. Als Mitbegründer des Labels Blankrecords und unter seinem Alias Sicker Man reichen seine musikalischen Verzweigungen aber weit darüber hinaus. Für den Track des Monats Dezember hat er sich an eine Neuvertonung von Franz Schuberts Wanderer an den Mond gewagt. Darin verhandelte Schubert die Sehnsucht nach einer Idee von Heimat, die nicht an einen bestimmten Ort, sondern ein Gefühl gebunden ist, das sich überall entfalten kann. Damit bildet der Track den Bezug zur anstehenden Premiere von Istanbul, einem Liederabend über Auswanderung und Heimatlosigkeit in der Regie von Selen Kara, die sich damit zum ersten Mal als Regisseurin in Bremen vorstellt.

Für ein besseres Sounderlebnis empfehlen wir, den Track des Monats mit Kopfhörern oder externen Lautsprechern zu hören.

Nachrichten, Feedback und Fragen an die MusikerInnen und zum Track des Monats an den Dramaturgen Gregor Runge: grunge@theaterbremen.de

http://www.sicker-man.com"

Novembertrack 2015

Als musikalische Stammbesetzung in den Arbeiten von Samir Akika liefert jayrope seit nunmehr drei Spielzeiten in beglückender Regelmäßigkeit den Sound für die stets aufs Neue überraschend wandelbaren Zugriffe des algerisch-französischen Choreografen. Seine Klanglandschaften aus verspielten Instrumentierungen, Noise, elektronischen Klängen und unverwechselbaren Harmonien sind so in den letzten Jahren zu einer echten Signatur des Bremer Tanzchefs geworden. Für den Track des Monats November erinnert sich jayrope in Bezug auf Klaus Schumachers Inszenierung von Simon Stephens Terror-Panorama Pornographie an sein persönliches Empfinden zwischen einem Aufwachsen in der privaten Sicherheitsblase im Berlin der 70er und 80er Jahre und der Verunsicherung in den zunehmend ungewissen politisch-gesellschaftlichen Szenarien einer brüchigen Gegenwart.

Für ein besseres Sounderlebnis empfehlen wir, den Track des Monats mit Kopfhörern oder externen Lautsprechern zu hören.

Nachrichten, Feedback und Fragen an die MusikerInnen und zum Track des Monats an den Dramaturgen Gregor Runge: grunge@theaterbremen.de

http://www.kliklak.net/jayrope

Oktobertrack 2015

Den vielfältigen Sound des Berliner Musikers Matthias Krieg kennt das Bremer Theaterpublikum bereits durch seine kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Regisseur Felix Rothenhäusler, aktuell zu hören in dessen Inszenierung von Verzehrt. Als MK_elastisch ist Krieg aber auch abseits des Theaters musikalisch aktiv und steuert den aktuellen Track des Monats bei. Als Inspiration dient ihm dabei die anstehende Premiere von Peter Grimes in der Regie von Marco Štorman. In seinem Song fängt MK_elastisch die tiefe Verzweiflung und Einsamkeit dieser Figur ein, der es nicht gelingt, Vertrauen in ihr Gegenüber herzustellen und die schließlich an ihrer Umgebung zerbricht. WIR_WIR ist Peter Grimes letztes Lied auf See, sein Abgesang an die Welt der Menschen, die aus der Einsicht heraus, dass es kein elementares zwischenmenschliches Verstehen zu geben scheint, vollkommen ihren Sinn verliert.

Für ein besseres Sounderlebnis empfehlen wir, den Track des Monats mit Kopfhörern oder externen Lautsprechern zu hören.

Nachrichten, Feedback und Fragen an die MusikerInnen und zum Track des Monats an den Dramaturgen Gregor Runge: grunge@theaterbremen.de

https://mk-unterstrich.bandcamp.com/

Septembertrack 2015

In dieser Spielzeit präsentieren wir mit dem Track des Monats in jedem Newsletter einen exklusiven musikalischen Bezug auf eine anstehende Premiere. Den Auftakt macht der Bremer Musiker und Soundkünstler Jonas Wiese der sich anlässlich der Uraufführung von David Cronenbergs Verzehrt (Consumed) in der Regie von Felix Rothenhäusler mit der Frage nach den organischen Restbeständen in synthetisierter Musik konfrontiert. In der Bezugnahme auf klassische Cronenberg'sche Attribute und Atmosphären sucht er nach einer Transformation der fast naiven synthetischen Klangwelt der 80er Jahre in einen zeitgemäßen Klangraum des digitalen Jetzt.

Für ein besseres Sounderlebnis empfehlen wir, den Track des Monats mit Kopfhörern oder externen Lautsprechern zu hören.

Nachrichten, Feedback und Fragen an die MusikerInnen und zum Track des Monats an den Dramaturgen Gregor Runge: grunge@theaterbremen.de

http://www.jonas-wiese.de

Video

Patricks Trick
von Kristo Šagor / 9+
Patrick ist elf Jahre alt und er wird einen Bruder bekommen! Doch irgendetwas scheint nicht in Ordnung zu sein, die Eltern flüstern „Vielleicht wird er niemals lernen, richtig zu sprechen“. Patrick sucht in all der Ratlosigkeit selbst nach Antworten auf all die Fragen, die auf ihn einprasseln.

Regie: Nathalie Forstman Bühne und Kostüme: Iris Holstein Musik: Thorsten zum Felde Dramaturgie: Sabrina Bohl Mit: Benjamin Nowitzky, Christoph Vetter

Mr. Robot
nach Motiven der gleichnamigen Serie
Ein einsamer Hacker steht zwischen den Fronten: Die Virtua­lität des Geldes stürzen und die Mächtigen besiegen oder ein familiäres und normales Leben führen? Und was wäre der Weg dazwischen? Eine Musical-Fiktion.

R: Felix Rothenhäusler M: Matthias Krieg Text: Jan Eichberg B: Katharina Schütz K: Elke von Sivers D: Marianne Seidler Mit: Nadine Geyersbach, Irene Kleinschmidt, Matthias Krieg, Siegfried W. Maschek, Verena Reichhardt, Justus Ritter, Fania Sorel, Robin Sondermann, Matthieu Svetchine

BANG BANG
Eine Dreidollaroper von Selen Kara, Torsten Kindermann und Markus Pajtler
Die neue Produktion des „Istanbul“-Erfolgsteam Kara / Kindermann verbindet nun die legendäre Geschichte der Beggar’s Opera aus dem Jahr 1728 mit den legendären Kultsongs Quentin Tarantinos. „Mm-hmm… This is a tasty opera!“

R: Selen Kara ML: Torsten Kindermann Fassung: Selen Kara, Markus Pajtler B: Thomas Rupert, Nanako Oizumi K: Emir Medić D: Natalie Driemeyer Mit: Martin Baum, Peter Fasching, Lisa Guth, Gabriele Möller-Lukasz, Susanne Schrader, Franziska Schubert, Simon Zigah und der Band: Andy Einhorn, Torsten Kindermann, Erik Konertz, Gabriela Ratzek, Oliver Siegel, Stefan Ulrich, Jan-Sebastian Weichsel

Simplicius Simplicissimus
von Karl Amadeus Hartmann
Mit seiner Oper Simplicius Simplicissimus nach dem barocken Schelmenroman von Grimmelshausen schuf Karl Amadeus Hartmann eine zeitlose Anklage gegen die Mechanismen von Krieg und Unterdrückung.

ML: Clemens Heil R: Tatjana Gürbaca Bühne+Licht: Klaus Grünberg Mitarbeit Bühne: Anne Kuhn K: Silke Willrett Mitarbeit K: Carl Christian Andresen C: Alice Meregaglia D: Caroline Scheidegger Mit: Christian-Andreas Engelhardt, Max Geburek / Constantin Hussong, Loren Lang, Luis Olivares Sandoval, Birger Radde, Nora Ronge, Marysol Schalit, Patrick Zielke. Chor des Theater Bremen. Es spielen die Bremer Philharmoniker
Gefördert durch die Bremer Theaterfreunde

Verlorene Jugend
Ein Projekt von Christiane Renziehausen und Sabrina Bohl
14+
Inspiriert durch Literaturstoffe wie den Roman Die Selbstmordschwestern von Jeffrey Eugenides gehen Christiane Renziehausen und Sabrina Bohl gemeinsam mit sechs Mädchen von 14 – 18 Jahren einer experimentellen Anordnung in Form einer installativen Performance nach: Kann man die Jugend einzwängen und kontrollieren, indem man sie von der Außenwelt abschirmt und isoliert?

Regie+Konzept: Christiane Renziehausen Bühne: Marthe Labes Kostüme: Sofia Korcinskaja Musik: Jan Grosfeld, Niklas Jacobs Dramaturgie+
Konzept: Sabrina Bohl Es spielen: Dana Herfurth, Maja Herms, Fanny Lya Hilken, Theresa Kleiner, Jorid Lukaczik, Karlotta Rolappe

Tales of survival
von Alexandra Morales und Gregor Runge /
Unusual Symptoms
Was ist die Welt und wie können wir uns darin begegnen? In Tales of survival treffen sich drei Tänzer, sieben Jugendliche und zwei Musiker zu einer Befragung unserer unheimlichen Gegenwart.

Konzept und Choreografie: Alexandra Morales Konzept und Dramaturgie: Gregor Runge B+K: Aaron Stratmann M: Stefan Kirchhoff, Simon Camatta Von und mit: Luca Feliz Bolaños Pool, Josefine Freitag, Pilgyun Jeong, Kolja Keller, Rosa Ritzenhoff, Reina Schmidt-Häuer, Antonio Stella, Javier Steinweg, Maximilian Zado, Andy Zondag

Unterwerfung
nach dem Roman von Michel Houellebecq
Wie ein depressives Kind sucht François nach Orientierung und kommt zu der Erkenntnis, dass ihm gerade die Konversion zum Islam die sicherheitsgebende Struktur geben könnte, nach der er sich insgeheim sehnt – die „Großartigkeit der kosmischen Ordnung“.

R: Leonie Böhm B: Zahava Rodrigo K: Magdalena Schön/ Helen Stein M: Johannes Rieder D: Marianne Seidler Mit: Annemaaike Bakker, Vincent Basse, Johannes Rieder, Justus Ritter, Jana Julia Roth

Ännie
Eine Romantik von Thomas Melle (Uraufführung)
Ein Mädchen ist verschwunden. Zwei Jahre ist das her. Sie wäre jetzt volljährig. Ein Ex-Polizist, der Ännies Vater sein könnte, rollt den Fall und damit die Spekulationen um Ännie und das Mysterium ihres Verschwindens wieder auf.

R: Nina Mattenklotz B: Johanna Pfau K: Lena Hiebel M: Albrecht Schrader D: Simone Sterr Mit: Martin Baum, Peter Fasching, Lisa Guth, Thorge Just, Gabriele Möller-Lukasz, Milena von Pressentin, Susanne Schrader, Alexander Swoboda
Mit freundlicher Unterstützung der Waldemar-Koch-Stiftung

Nichts. Was im Leben wichtig ist
von Janne Teller
„Nichts bedeutet etwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun.“ Mit diesen Worten steigt der Schüler Pierre-Anthon aus seinem bisherigen Leben aus, um in einem Pflaumenbaum zu wohnen. Provoziert durch seine Haltung läuft die anschließende Bedeutungssuche seiner Mitschüler­Innen völlig aus dem Ruder.

R: Alexander Riemenschneider B: David Hohmann K: Katharina Kownatzki M: Tobias Vethake D: Sabrina Bohl Mit: Anna-Lena Doll, Lisa Marie Fix, Justus Ritter, Walter Schmuck, Leon Ullrich

Grüne Vögel
von Jan Eichberg
So schwarz-weiß das Denken des „IS“ ist, so viele Graustufen entdeckt man jedoch, wenn man der Frage nachgeht, was an dieser Ideologie so anziehend wirkt. Sechs junge Akteure begeben sich auf die Suche und in eine riskante Position: Sie lassen das Denken und die Biografien der radikalisierten jungen Menschen ganz nah an sich heran und erforschen die Nachvollziehbarkeit ihrer Gedankengänge.

R: Nathalie Forstman Text: Jan Eichberg B + K: Iris Holstein M: Thorsten zum Felde D: Marianne Seidler Mit: Hassan Baloch, Michael Dölle, Edin Imeri, Thorge Just, Rieke Klaßen, Janne Schröder
Mit freundlicher Unterstützung von Kunst fördert Kunst e. V.

Akika X
von Samir Akika / Unusual Symptoms
„Im Leben muss man immer eine Illusion zur Hand haben“, sagt Samir Akika. Seine neue Arbeit widmet sich dem schmalen Grat zwischen Vorstellungskraft und Realitätsverlust, Täuschung und Selbst-Täuschung, Blendwerken und Magic Tricks.

Choreografie: Samir Akika B+K: Nanako Oizumi M: jayrope D: Gregor Runge Mit: Pin Chieh Chen, Gabrio Gabrielli, Janis Heldmann, Pilgyun Jeong, Alexandra Llorens, Ulrike Reinbott, Frederik Rohn, Nora Ronge, Antonio Stella, Szu-Wei Wu

Die Sprache des Wassers
von Sarah Crossan
Kasienka muss auswandern: Ihre Mutter will dem Vater, der die Familie verlassen hat, nach England folgen. In einer Welt, die nicht die ihre ist, in der sie von MitschülerInnen gemobbt wird und feststellen muss, dass der Vater eine neue Familie gegründet hat, besinnt sie sich auf ihre Stärken – und schwimmt!

R: Theresa Welge B + K: Marthe Labes M: Thorsten zum Felde D: Rebecca Hohmann Mit: Parbet Chugh, Lina Hoppe, Meret Mundwiler

Der gute Mensch von Sezuan
von Bertolt Brecht, Musik von Paul Dessau
Shen Te, von den Göttern reich entlohnt, möchte Gutes tun, doch ihre Taten und das Verhalten der Gemeinschaft können nur so gut sein, wie die Verhältnisse es zulassen. Ist es naiv, „gut zu sein und doch leben“ zu wollen?

R: Alize Zandwijk B: Thomas Rupert K: Sabine Snijders M: Beppe Costa D: Marianne Seidler Mit: Martin Baum, Beppe Costa, Peter Fasching, Guido Gallmann, Nadine Geyersbach, Gabriele Möller-Lukasz, Verena Reichhardt, Susanne Schrader, Fania Sorel, Alexander Swoboda, Simon Zigah

Die Schutzbefohlenen
von Elfriede Jelinek
Als Reaktion auf die Flüchtlingskatastrophen verwebt Elfriede Jelinek das Tagespolitische der heutigen Tragödien mit Aischylos’ Flucht-Tragödie Die Schutzflehenden zu einem sprach- und bildgewaltigen Chor.

R: Mirko Borscht B: Christian Beck K: Leonie Geiser M: Romy Camerun D: Regula Schröter Mit: Romy Cam­erun, Karin Enzler, Lisa Guth, Michael Janssen, Moham­mad Khalkhalian, Irene Klein­­schmidt, Susanne Meyer, Gabriele Möller-Lukasz, Hannah Aulepp, Vincent Basse

NEXTtoME
von Máté Mészáros / Unusual Symptoms
Der ungarische Choreograf Máté Mészáros beschreibt den Menschen schonungslos in Abhängigkeit seiner hinter ihm liegenden Erfahrung und konfrontiert ihn mit der Brüchigkeit vermeintlicher Souveränität.

Choreografie und Bühne: Máté Mészáros K: Alexandra Morales M: Sebastian Reuschel D: Gregor Runge Mit: Marie-Laure Fiaux, Gabrio Gabrielli, Nóra Horváth, Jenna Jalonen, Pilgyun Jeong, Nora Ronge
Gefördert durch den Bremer Theaterfreunde e. V.

Eine Familie
von Tracy Letts
Beverly Weston, ein gescheiterter Autor, verschwindet plötzlich spurlos. Um seiner Frau Violet beizustehen, reist der gesamte Familienclan an: Drei Generationen, gefangen in Abhängigkeiten, aus denen alle seit Jahren versuchen zu fliehen.

R: Alize Zandwijk B: Thomas Rupert K: Inge Büscher M: Maartje Teussink D: Natalie Driemeyer Mit: Annemaaike Bakker, Martin Baum, Guido Gallmann, Nadine Geyersbach, Johannes Kühn, Verena Reichhardt, Justus Ritter, Jana Julia Roth, Susanne Schrader, Fania Sorel, Alexander Swoboda, Maartje Teussink

Out of control
Ein Live Animation Cinema Projekt von kainkollektiv & sputnic
Die Künstlerkollektive kainkollektiv und sputnic entwickeln in Verzahnung ihrer beiden theatralen Arbeitsweisen ein Stück, das sich per live animiertem Comic mit der komplexen Thematik der Kontroll- und Datengesellschaft auseinandersetzt.

R kainkollektiv, sputnic Text: Fabian Lettow, Nils Voges B+K: Malte Jehmlich Comic, Illustration: Julia Zejn ML: Mirjam Schmuck D: Sabrina Bohl Mit: Lina Hoppe, Meret Mundwiler, Benjamin Nowitzky, Walter Schmuck, Christoph Vetter

Die Familie Schroffenstein
von Heinrich von Kleist
Ein Erbvertrag entzweit die Familien der Vetter von Schroffenstein und ist Auslöser für Misstrauen und eine Spirale der Gewalt. Der Plan der Kinder, die verfeindeten Familien zu versöhnen, misslingt auf tragische Weise.

R: Alexander Riemenschneider B: Eva Veronica Born K: Anna Sophia Röpcke M: Tobias Vethake D: Sabrina Bohl Mit: Nadine Geyersbach, Lina Hoppe, Siegfried W. Maschek, Meret Mundwiler, Benjamin Nowitzky, Verena Reichhardt, Justus Ritter, Alexander Swoboda, Christoph Vetter, Simon Zigah

The Maidenhair Tree & The Silver Apricot
von Samir Akika / Unusual Symptoms
Samir Akika und sein Team stellen sich den Hierarchien, Verwicklungen und der Unentrinnbarkeit familiärer Bande – ein Thema, das ihn dauerhaft beschäftigt.

C: Samir Akika B+K: Nanako Oizumi M: Simon Camatta, jayrope, Stefan Kirchhoff, Lotte Rudhart D: Gregor Runge Mit: Laura Börtlein, Marie-Laure Fiaux, Gabrio Gabrielli, Johann Geidies, Pilgyun Jeong, Raymond Liew, Alexandra Llorens, Nora Ronge, Lotte Rudhart, Antonio Stella, Szu-Wei Wu

María de Buenos Aires
von Astor Piazzolla
Atmosphärisch und leidenschaftlich: „María de Buenos Aires“ von Andreas Kriegenburg ist „eine Inszenierung geboren aus dem Geist des Tanzes und getragen von drei wunderbar persönlichkeitsstarken Darstellern.“ (Opernwelt)

ML: Rolando Garza Rodríguez R: Andreas Kriegenburg B: Harald Thor K: Andrea Schraad Choreo­grafie: Zenta Haerter C: Alice Meregaglia D: Isabelle Becker, Caroline Scheidegger Mit: Annemaaike Bakker, Benno Ifland, Patrick Zielke. Bremer TangotänzerInnen. Chor des Theater Bremen. Es spielen die Bremer Philharmoniker

Parsifal
von Richard Wagner
Mit der Neuproduktion von Wagners 1977 zum letzten Mal in Bremen inszenierten „Bühnenweihfestspiel“ begeben sich Štorman und Poschner auf die Suche nach dem Gral – jenseits von Ritterspektakel und oberflächlichem Aktualisierungstheater.

ML: Markus Poschner R: Marco Štorman B: Raimund Orfeo Voigt
K: Sara Schwartz, Anna Rudolph C: Barbara Kler Kinderchor: Alice Meregaglia D: Ingo Gerlach Choreografie: Alexandra Morales Mit: Patricia Andress, Pia Salome Bohnert, Iryna Dziashko, Christian-Andreas Engelhardt, Loren Lang, Nadine Lehner, Chris Lysack, Nathalie Mittelbach, Claudio Otelli, Francisca Prudencio, Anna-Maria Torkel, Patrick Zielke. Chor, Extrachor, Knabenchor und Statisterie des Theater Bremen. Es spielen die Bremer Philharmoniker
Mit freundlicher Unterstützung der Bremer Landesbank

Wunderbrut
von Theo Fransz
Mit seinem Familienstück Wunderbrut nimmt Theo Fransz sein Publikum mit auf eine philosophische Reise über das Menschwerden, das Glück und den Sinn des Lebens. „Ein großer Theatergenuss nicht nur für kleine Leute ab sechs Jahren“. (Kreiszeitung)

R: Theo Fransz B + K: Bettina Weller M: Markus Reyhani D: Rebecca Hohmann Mit: Lina Hoppe, Meret Mundwiler, Benjamin Nowitzky, Christoph Vetter

Hikikomori
von Holger Schober
H ist ausgestiegen aus der Gesellschaft, die ihn mit Leistungsansprüchen und sozialen Erwartungen überfordert hat. Seit 8 Jahren hat er sein Zimmer nicht verlassen. Der Weg zurück ins normale Leben scheint unmöglich.

R: Klaas Bartsch B+K / M: Zora Hünermann, Alexander Pfeiffen­berger, Marvin Uhde D: Rebecca Hohmann Mit: Christoph Vetter

Seymour
von Anne Lepper
Leo ist Neuankömmling in einem Sanatorium für dicke Kinder. Abgeschnitten von der Außenwelt und jeglichem Kontakt mit den Eltern versucht er sich zunächst den seltsamen Ritualen und Regeln zu verweigern, begreift aber schnell, dass es keinen Ausweg gibt. Seymour ist das Portrait einer Gesellschaft, die nicht zur Rebellion fähig ist.

R: Babett Grube B + K: Léa Dietrich M: Clemens Mädge C: Birgit Freitag
D: Sabrina Bohl Mit: Lina Hoppe, Anna Nigulis, Benjamin Nowitzky, Johannes Schumacher, Christoph Vetter

Audio

Apriltrack 2019

Thomas Keiser alias Tommy Toothpick ist Künstler und Designer aus Bremen und bewegt sich in seinen Arbeiten zwischen Video, Sound und Live Performance. In seinem Arbeitsprozess kommen dabei oft eigens programmierte Algorithmen zum Einsatz. Für seinen Track des Monats zu Kämpfen, dem sechsten und letzten Teil der Knausgård-Reihe, lässt er sich von der schonungslosen Offenheit von Karl Ove Knausgårds Selbstbeschreibung und im Rückgriff auf Texte von Byung-Chul Han und Gilles Deleuze zu einer musikalischen Reflexion über Transparenz als Mechanismus der (Selbst-)Kontrolle inspirieren.