DAS GESTOHLENE GLÜCK

Schauspiel-Collage nach Ivan Franko
von Theater SPLASH, Kiew

Anna war nie dazu berechtigt eine eigene Meinung zu vertreten, eigene Entscheidungen zu treffen, ein eigenes Leben zu führen. Jeder um sie herum dachte es besser zu wissen: wovon man träumen, wen man lieben und wer man sein sollte. Es schien, als sollte es auf ewig so bleiben: ein ungeliebter Ehemann Mykola, permanente Hausarbeit und ein schmerzerfülltes Herz. Doch ihr geliebter Mihailo, lange totgeglaubt, ist zurückgekehrt. Und auch Anna ist durch seine Rückkehr wiederbelebt worden. Ihre Seele erinnert sich plötzlich, wie es ist, von Freude erfüllt und glücklich zu sein. Aber genügt die Leidenschaft, um die wahre Anna zurückzubringen? Eine Frau voller Furcht, Schmerz, Erinnerungen und Gefühle. Eine Kette aus Tränen schneidet ihr die Luft ab. Wie tief kann die Gesellschaft in dein eigenes Leben eindringen, dass du es selbst zu Grabe trägst? Wird Anna ihren inneren Frieden finden? Wird sie stark sein? Wird sie verstehen, wer ihr wirklich ihr Glück gestohlen hat?

Ein ukrainischer Klassiker modern behandelt. Mit Tänzen und ukrainischer Folklore. Das Projekt wurde ursprünglich entwickelt für ein Festival in Florida, USA. Daher ist es wenig textlastig, sondern bild- und klanggewaltig erzählt. Für ein anderssprachiges Publikum gut nachvollziehbar.

DAS GESTOHLENE GLÜCK von Theater SPLASH, Kiew fand am Sonntag, den 19. Juni um 18:30 Uhr im Kleinen Haus statt.

 

Foto: Michael Börgerding

 

Vier Solidaritätsveranstaltungen fanden bereits im März und Mai im Theater Bremen statt! Alles über die Konzerte, Lesungen und Zusammenarbeiten finden Sie hier.

 

SOLIDARITÄTSKONZERT MIT DEM EXILORCHESTER MRIYA

Zu einer Reise durch die Ukraine lädt das Exilorchester Mriya am kommenden Samstag, dem 21. Mai, das Publikum im Theater Bremen ein. У нас є мрія! Mamy marzenie, zu Deutsch: „Wir haben einen Traum“, ist der Name des Konzerts, das inspiriert ist durch die reiche Kultur, die romantische Musiktradition und die aktuellen Geschehnisse in der Ukraine. Die geflüchteten Musikerinnen des Kammerorchesters zeigen, unterstützt von polnischen und deutschen Freunden, ein abwechslungsreiches Programm mit Vokal- und Instrumentalwerken von Komponistinnen und Komponisten aus der Ukraine und polnischen Komponisten mit Ukraine-Bezug. Unterstützt und getragen wird diese ukrainische Eigeninitiative von deutschen und polnischen Künstlerinnen und Künstlern von Culture Connects e.V. aus Bremen. Alle Einnahmen des Abends gehen an Mriya.

Das Solidaritätskonzert  У нас є мрія! Mamy marzenie am Samstag, dem 21. Mai, beginnt um 20 Uhr im Kleinen Haus des Theater Bremen.

 

GIVE PEACE A CHANCE

Ein Benefizkonzert für die Menschen in der Ukraine

Mit Yoel Gamzou, Annemaaike Bakker, Martin Baum, Christoph Heinrich, Marysol Schalit, Marie Smolka, der „Imagine“-Band, dem Opernchor des Theater Bremen und den Bremer Philharmonikern

Im März 1971, während des Vietnamkrieges, ist Imagine entstanden, der Protestsong, der unserem Liederabend über John Lennon den Titel gab. Eine Hymne für eine bessere Welt: „Imagine there is no heaven“ – „Stell dir vor, es gibt keinen Himmel, / das fällt ganz leicht, wenn man es versucht, / unter uns keine Hölle, über uns nur Luft“. Doch jetzt ist in der Ukraine Krieg, Putins Angriffskrieg rollt über das Land und die Städte. Und uns bleibt wenig was wir tun können. Wenn man die Menschen in der Ukraine fragt, was man gerade tun kann von außerhalb, dann ist die Antwort: Stellung beziehen, Öffentlichkeit herstellen, demonstrieren gehen! Und schauen, an welche Hilfsorganisationen man spenden kann. „You may say i'm a dreamer / but i'm not the only one.“

Sonntag, 27. März um 18 Uhr im Theater am Goetheplatz

Die Menschen in und aus der Ukraine brauchen weiterhin Unterstützung und ein Netzwerk, das sie auffängt. Der Erlös aus dem Benefizkonzert wird nach Czernowitz und das Zentrum Gedankendach geschickt, das vom Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e. V. an der Ludwig-Maximilians-Universität München (IKGS) verwaltet wird. Alle Informationen finden Sie hier.

Beim Abend WORT ERGREIFEN!, der gemeinsam von globale°, dem Literaturhaus Bremen, dem Theater Bremen und der Bremer shakespeare company organsiert wurde, sprach Libuše Černá mit der Leiterin des Kulturzentrums Gedankendach, Dr. Oxana Matiychuk, das Gespräch und andere Texte zum Abend finden Sie hier.

Spenden bitte direkt an:
IBAN: DE23 7015 0000 0907 2714 07
SSKMDEMMXXX
Verwendungszweck: SPENDEN FÜR DIE VERSORGUNG VON BINNENFLÜCHTLINGEN
Münchner Stadtsparkasse

 

WORT ERGREIFEN!

Solidaritätsveranstaltung für die Menschen in der Ukraine
Eine Veranstaltung von globale° - Festival für grenzüberschreitende Literatur, Literaturhaus Bremen, bremer shakespeare company und Theater Bremen

Putin überzieht die Ukraine nicht nur mit einem mörderischen Angriffskrieg, er leugnet auch die Existenz einer ukrainischen Nation und Kultur. Wir fühlen uns machtlos, als westliche Kultureinrichtung können wir immerhin sammeln, spenden, Benefizveranstaltungen organisieren. Und nun auch eine Solidaritätsveranstaltung als „tätiges Verzweifeln“, ein Miteinander von Bremer Künstler:innen und ein Austausch mit den Texten und der Musik ukrainischer, mittel – und osteuropäischer Künstler:innen.

Freitag, 18. März um 19 Uhr im Theater am Goetheplatz

 

WARUM BRÜLLEN DIE KANONEN? ICH WILL LEBEN. BRUDER, DU AUCH.

Literarisch-musikalische Solidaritätsveranstaltung mit dem ukrainischen Pianisten Alexey Botvinov und Texten von ukrainischen Dichtern

Gerade in furchtbaren Zeiten sind kulturelle Brücken wichtig. Der Bremer RathsChor hat in den vergangenen Jahren viermal zusammen mit ukrainischen Musiker:innen Konzerte gegeben, in Odessa und in Chernowitz - und in Bremen. Ein wichtiger Partner dieser musikalischen Brücke, der international renommierte Pianist Alexey Botvinov aus Odessa, konnte wenige Tage vor dem russischen Kriegsbeginn mit Frau und Kind flüchten. Seine Auftritte in der Dresdener Frauenkirche und in der Berliner Gedächtniskirche haben dieser Tage großes Medienecho erfahren.

Alexey Botvinov wird im Bremer Theater eine Kostprobe seiner pianistischen Kunst geben. Dazu werden Texte von ukrainischen Literat:innen vorgetragen, in denen sich die Tragödie und die verzweifelte Hoffnung dieses Landes spiegeln.

Sonntag, 20. März um 11 Uhr im Theater am Goetheplatz

 

„This is us back in 2015, when, on behalf of Goethe-Institut Ukraine, 30 aspiring young dance makers from Ukraine, Russia, Belarus, Georgia, Armenia & Azerbaijan met in Bremen for a two-week project directed by our Co-Directors Alexandra and Gregor. It was a project with the idea that dance, as the language we all share, would be our vehicle to overcome borders and any tension that might arise in it. It was a courageous encounter between wonderful people who became friends, a moment of peace and creativity we still remember vividly.
Our hearts are heavy and full of sorrow for what is happening in Ukraine. We are shocked, devastated, thinking of our friends & colleagues in Ukraine and hoping they will be safe. This is madness.“ – Unusual Symptoms

 

Foto: Alexandra Morales

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